{"id":57944,"date":"2019-06-16T09:00:00","date_gmt":"2019-06-16T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/engelmann.com\/?page_id=57944"},"modified":"2019-08-18T16:17:35","modified_gmt":"2019-08-18T15:17:35","slug":"cd-kompendium-einfuehrung-cd-formate","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engelmann.com\/de\/cd-kompendium-einfuehrung-cd-formate\/","title":{"rendered":"CD-Formate: Eine Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/cd-formate.png\" alt=\"CD Formate\" class=\"wp-image-51831\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Einige der mittlerweile ganz beachtlichen Anzahl an Formaten besitzen keinerlei Bedeutung mehr, andere kaum noch und wieder andere eine sehr hohe, beispielsweise die drei wichtigsten:&nbsp;<strong>CD-DA<\/strong>&nbsp;(Audio-CD),&nbsp;<strong>CD-ROM<\/strong>&nbsp;(Daten-CD) und&nbsp;<strong>CD-ROM\/XA<\/strong>&nbsp;(Erweiterte Daten-CD). Muss man sich das merken? Man muss nat\u00fcrlich nicht, aber wie gesagt, viele Laufwerke besitzen unangenehmerweise die Eigenschaft, auf das dazugeh\u00f6rende CD-Format zu bestehen. Ausnahmen bilden da einzig CD- oder DVD-ROM-Laufwerke in einem Computer und der eine oder andere DVD-Player f\u00fcrs Home-Entertainment.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstere sind dabei am wenigsten w\u00e4hlerisch und nicken bereitwillig bei so gut wie jedem Format. Ansonsten gilt (beispielsweise): Der HiFi-CD-Player in der Wohnstube oder im Auto steht auf CD-DAs, der Photo-CD-Player (so denn noch irgendwo einer herumsteht) auf Photo-CDs und der wieder auferstandene Video-CD-Player auf Video-CDs. Plant man nun, eine zum jeweiligen Ger\u00e4t passende CD zu erstellen, muss man sich notgedrungen zumindest ein wenig mit den verschiedenen Formaten auseinandersetzen. Und warum das Ganze? Weil damals, in den dunklen Achtzigern des letzten Jahrhunderts, die Mutter aller CD-Formate (die Audio-CD) bestens f\u00fcr die Musikwiedergabe aber wenig f\u00fcr andere Aufgaben geeignet war.<\/p>\n\n\n\n<p>Da das Leben aber selbst nach Einf\u00fchrung der CD-DA weiter ging und man beispielsweise trotz Festplatten Computerdaten auf CD speichern, trotz Videorecorder Videos auf CD sehen und trotz B\u00fccher Multimedia-Lexika genie\u00dfen wollte, passte man die bei der Audio-CD so gl\u00e4nzend funktionierenden&nbsp;Techniken kurzerhand an die neuen Anforderungen an.Dabei belie\u00df man es bei den physikalischen Ma\u00dfen \u2013 weshalb eine CD der anderen aufs Haar gleicht \u2013 und ver\u00e4nderte f\u00fcr die neuen Formate \u2019nur\u2018 die logische Struktur, also den Aufbau eines Sektors, der kleinsten Speichereinheit einer CD. F\u00fcr die Daten-CD (CD-ROM) wurde diese Aufgabe bereits relativ kurz nach der Markteinf\u00fchrung der Musik-CD in Angriff genommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig sp\u00e4ter nahm man sich die f\u00fcr die CD-ROM erweiterten und modifizierten Strukturen ein weiteres Mal vor und trimmte diese f\u00fcr die auf den Markt dr\u00e4ngenden Spielkonsolen auf Multimedia-Funktionen \u2013 und schuf damit das CD-I-Format. CD-I-Discs konnten allerdings nur auf entsprechenden Playern genutzt werden, weshalb das frisch erschaffene Format kurz darauf ein weiteres Mal modifiziert wurde: Heraus kam die CD-ROM\/XA, welche im Wesentlichen Multimedia-Funktionen auch auf Computer-CD-ROM-Laufwerken erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten anderen CD-Formate \u2013 wie die nahezu ausgestorbene Photo-CD \u2013 und die in Zeiten brandneuer und illegaler Filme im Internet wieder zu Ehren gekommene Video-CD f\u00fcgten diesen gravierenden \u00c4nderungen kaum noch etwas \u00e4hnlich Einschneidendes hinzu, waren und sind aber auf bestimmte Programme angewiesen, die sich in extra aufgetragenen Tracks einzufinden haben, damit die f\u00fcr diese Formate gedachten Player etwas mit der Scheibe anfangen k\u00f6nnen. So weit so gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Ansehen, welcher Klasse sie angeh\u00f6rt, kann man einer CD leider beim besten Willen nicht. Die sichtbaren Gemeinsamkeiten wie Gr\u00f6\u00dfe und Dicke \u00fcberwiegen bei Weitem. Selbst wenn man in die tieferen physikalischen Strukturen blicken k\u00f6nnte, w\u00fcrde man bei allen die Lack-, die Reflektor, die Schreib- und die Polykarbonatschicht mit der eingepr\u00e4gten Spur finden (der sogenannten Helix),&nbsp;welche spiralf\u00f6rmig vom Mittelpunkt zur Peripherie f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und gesetzt dem Fall, man k\u00f6nnte noch tiefer blicken, w\u00fcrden einem auch das nichts n\u00fctzen, denn dann w\u00fcrde man innerhalb der Helix bei allen Formaten die gleiche endlos scheinende Kette von Pits und Lands (Erh\u00f6hungen und Vertiefungen) finden, mit welchen die abgespeicherten Informationen kodiert sind. Selbst die Einteilung einer CD in&nbsp;Sektoren, der kleinsten Speichereinheit einer Disc, ist bei allen Formaten \u00fcbergreifend realisiert worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein CD-Sektor umfasst in der Regel 2352 Byte und bev\u00f6lkert die Helix, von innen nach au\u00dfen sequentiell angeordnet, wie Perlen auf einer Schnur. Mit Hilfe der Sektoren wird die Ansammlung von Pits und Lands organisiert, damit einzelne Informationsbl\u00f6cke \u00fcberhaupt auffindbar werden. Und da wir gerade beim Organisieren einer CD sind: Sektoren werden zu einzelnen Strukturen zusammengefasst, und&nbsp;zwar im einfachsten Fall einer Singlesession-CD in einem Lead-in zum Beginn der CD (also nahe dem Mittelloch), welches wichtige Verwaltungsdaten wie beispielsweise den TOC (Table of Content, Inhaltsverzeichnis) enth\u00e4lt; der sogenannten Data- oder User-Area, die auf mindestens einen (h\u00f6chstens aber 99 Tracks) s\u00e4mtliche Nutzdaten beinhaltet, die der Anwender zu speichern gedenkt und einem Lead-out zum Ende der Disc, also nahe der Peripherie, welches praktisch nichts enth\u00e4lt. Es verdankt seine Existenz einzig der Dummheit der CD-Player, damit diese wissen, dass die CD zu Ende ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Session bildet wie im eben beschriebenen Beispiel in sehr vielen F\u00e4llen auch die gesamte CD (Singlesession-Disc) \u2013 allerdings nicht zwangsl\u00e4ufig. Eine CD muss aus mindestens einer, kann aber auch aus (h\u00f6chstens) 99 Sessions bestehen, in denen wiederum jeweils die einzelnen zu dieser Session geh\u00f6renden Tracks mitsamt eigenem Lead-in und Lead-out organisiert sind (Multisession-Discs). Wie gesagt, in der Praxis stolpert man meistens \u00fcber Singlesession-CDs (Audio-CDs, Mixed-Mode-Discs und gekaufte Daten-CDs). Multisession-Discs kommen in der freien Wildbahn praktisch \u00fcberhaupt nicht&nbsp;vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese haben nur beim Selberbrennen von Daten-CDs (beispielsweise bei Backup-Aktionen) Bedeutung. Und relativ selten sind drinnen wie drau\u00dfen CD-Extras, die so etwas wie ein Widerspruch in sich sind\u2026 Und der Unterschied? Bei all diesen Gemeinsamkeiten blieb die Eingangsfrage nach den Unterschieden scheinbar ein wenig auf der Strecke. Aber nur scheinbar. Der Unterschied besteht in nahezu allen F\u00e4llen im Aufbau der 2352 Byte gro\u00dfen Sektoren der User Area (und in einigen anderen F\u00e4llen auch in der Anordnung der Tracks). Der Sektor einer Audio-CD ist beispielsweise anders strukturiert als der einer normalen CD-ROM \u2013 und dieser wiederum anders als derjenige einer Video-CD \u2013 und tr\u00e4gt damit den unterschiedlichen Einsatzbereichen Rechnung: Musik tummelt sich als Audiostream auf 2352 Nutzbyte gro\u00dfen Sektoren auf CD-DAs, Videos als MPEG-Stream auf 2324 Nutzbyte gro\u00dfen Sektoren auf Video-CDs und CD-Is und reine Computerdaten wie Programme und Texte auf 2048 Nutzbyte gro\u00dfen Sektoren auf CD-ROMs oder CD-ROM\/XAs. Unter einer virtuellen \u201aLupe\u2018 gesehen, schaut ein CD-Sektor folgenderma\u00dfen aus: Er besteht bei der Audio-CD \u2013 der, wie wir uns erinnern, Vorlage f\u00fcr alle anderen Formate \u2013 aus genau 2352 Byte Nutzspeicher plus 98 Byte Subkanaldaten plus 784 Byte Fehlererkennung und -korrektur. Interessant sind im Moment die 2352 Byte Nutzkapazit\u00e4t, die so ein Sektor mitbringt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend ein Audio-CD-Sektor beispielsweise \u00fcber die gesamten 2352 Byte mit Musikinformationen gef\u00fcllt wird, besteht ein CD-ROM-Sektor nur aus 2048 Byte Nutzdaten \u2013 die Differenz zum Nutzbereich eines Audio-CD-Sektors geht f\u00fcr eine erh\u00f6hte Fehlerkorrektur und Verwaltungsdaten drauf \u2013 und ein CD-ROM\/XA-Sektor aus sowohl 2324 Byte gro\u00dfen Sektoren (mit geringer Fehlerkorrektur) und\/oder&nbsp;2048 Byte gro\u00dfen Sektoren (mit normaler Fehlerkorrektur).<\/p>\n\n\n\n<p>&lt;-&nbsp;<a href=\"https:\/\/engelmann.com\/de\/cd-kompendium\/\">Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Bitte beachten Sie:<\/strong>\u00a0Wir empfehlen Ihnen zum Brennen von CDs und DVDs unsere Software\u00a0CDRWIN. Diese k\u00f6nnen Sie in der aktuellen Version 10\u00a0derzeit kostenlos bei uns\u00a0erhalten!\u00a0Wenn Sie vorher noch Filme unwandeln wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Software\u00a0MyFormatConverter. Diese gibt es ebenfalls in einer kostenlosen Version.\u00a0Auch zur Bildbearbeitung Ihrer Fotos haben wir \u00fcbrigens mit\u00a0Photomizer\u00a0eine Software im Angebot!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einige der mittlerweile ganz beachtlichen Anzahl an Formaten besitzen keinerlei Bedeutung mehr, andere kaum noch und wieder andere eine sehr hohe, beispielsweise die drei wichtigsten:&nbsp;CD-DA&nbsp;(Audio-CD),&nbsp;CD-ROM&nbsp;(Daten-CD) &#8230; <a title=\"CD-Formate: Eine Einf\u00fchrung\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/engelmann.com\/de\/cd-kompendium-einfuehrung-cd-formate\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber CD-Formate: Eine Einf\u00fchrung\">Details 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