{"id":57953,"date":"2019-02-25T01:33:02","date_gmt":"2019-02-25T01:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/engelmann.com\/?p=57953"},"modified":"2025-04-25T20:26:33","modified_gmt":"2025-04-25T19:26:33","slug":"handysucht-ratgeber-zum-umgang-mit-handys","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/engelmann.com\/de\/allgemein\/handysucht-ratgeber-zum-umgang-mit-handys\/","title":{"rendered":"Handysucht: Ratgeber zum entspannten Umgang mit Handys"},"content":{"rendered":"\n<p>Smartphones bestimmen unseren Alltag. Immer. Mehr. \u00dcberall starren Menschen aufs Handy. Oftmals auch mitten in Gespr\u00e4chen mit anderen Menschen. Eine Studie der Uni Bonn hat ermittelt, dass Handy-Nutzer im Durchschnitt pro Tag 88 Mal ihr Smartphone anschalten und Ihr Handy dabei 55 Mal entsperren. Laut einer Befragung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (<a href=\"https:\/\/www.bvdw.org\/fileadmin\/user_upload\/BVDW_Marktforschung_Digitale_Nutzung_in_Deutschland_2018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">BVDW<\/a>)&nbsp;wird das Smartphone von Menschen zwischen 16 und 34 Jahren etwa 80 Minuten am Tag genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob Steve Jobs das geahnt hat, als er im Januar 2008 das iPhone als erstes Smartphone vorgestellt hat? Im September 2018 haben nach einer DPA Meldung Kinder in Hamburg sogar schon gegen die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Handy-Nutzung ihrer Eltern demonstriert. Frei nach dem Motto: \u201eSpielt mit mir und nicht mit euren Handys!\u201c Egal ob nur ein fl\u00fcchtiger Blick auf die Uhr, eine Nachricht, einen Artikel oder auch ein ganzes Video: Immer wenn Eltern dies tun, ist das f\u00fcrs Kind verlorene Zeit. Kein Wunder, dass sich S\u00f6hne und T\u00f6chter da beschweren und zu Wort melden \u2013 leider aber viel zu selten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Silicon Valley in den USA gibt es sogar die ersten Digital-Detox-Camps, in denen gestresste Menschen lernen wollen und sollen, ohne Smartphone, Handy, Computer und Internet auszukommen. Aber einfach so ohne Nachrichten, ohne Video oder die letzten Ergebnisse vom Sport in der Hosentasche leben? F\u00fcr immer mehr Menschen ist das gar nicht so einfach\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Richtig ist nat\u00fcrlich auch, dass Menschen immer Angst vor Neuem hatten. Z.B. als der Buchdruck erfunden wurde: Die Eltern hatten Angst, die Kinder w\u00fcrden nur noch in die B\u00fccher starren und sonst nichts anderes mehr machen. Heutzutage w\u00e4ren viele Eltern wahrscheinlich froh, wenn ihre Kinder mal ein Buch lesen und nicht so h\u00e4ufig News auf ihren Telefonen von Apple oder Samsung checken w\u00fcrden! Ber\u00fccksichtigt werden muss allerdings auch, dass Eltern Ihren Kindern ein Vorbild sein. Kinder schauen sich genau an, was Ihre Eltern machen, die ja nun schon deutlich \u00fcber 18 sind \u2013 und vor allem auch wie. Wie gesagt, immer wieder st\u00e4ndig ein Blick aufs Display, und sei es nur die Uhr oder auch Kommentare von Freunden auf Facebook und Instagram oder schnell auf Youtube ein Video\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Den Wohlstand der Welt kann man \u00fcbrigens unter anderem an der Entwicklung der Telekommunikation ablesen. Die reichsten L\u00e4nder der Welt wie z.B. Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Macao oder Hongkong haben die h\u00f6chste Handynutzung weltweit. Modernste Technik zur Telekommunikation mit Zugang zum Internet wird dort auch im Jahr 2019 h\u00f6chste Priorit\u00e4t haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Fakt ist: Das Handy und das Internet geh\u00f6ren zu unserem Alltag dazu. Ob aus Vergn\u00fcgen, Langeweile, Freude an der Technik oder manchmal auch aus Pflicht. Spiele, soziale Netzwerke, Kommunikation, Online-Shopping, Foto &amp; Video auf dem Smartphone \u2013 wer greift nicht zum Handy, wenn mal ein ruhiger Moment ist? Leider oft v\u00f6llig irrational, wie ein Reflex. Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleicherma\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Handysucht ist mittlerweile sogar eine anerkannte Krankheit, die zwischen 2% und 3% aller Menschen betrifft. Und immer h\u00e4ufiger sind es Kinder oder das eigene Kind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcr weniger Smartphone-Stress &amp; gegen Handysucht: Leg doch mal das Handy weg \u2013 nicht so einfach, wie man denkt<\/h2>\n\n\n\n<p>Also Hand aufs Herz, wer verbringt nicht zu viel Zeit am Handy? Mal eben WhatsApp oder Facebook checken? Aber was ist zu viel und was ist richtig? Eine Stunde pro Tag? Zwei oder gar vier Stunden? Wann ist man s\u00fcchtig und abh\u00e4ngig vom Handy? M\u00f6chten Sie Antworten?<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich wird empfohlen, sich t\u00e4glich sog. Offline-Zeiten einzurichten: Wann kann man mal einige Zeit auf das Handy ganz verzichten? Viele suchen inzwischen nach Antworten darauf \u2013 oft auch im Internet. Einfacher Rat: Nehmen Sie das Handy einmal nicht mit, wenn Sie das Haus verlassen. Eltern d\u00fcrfen ihre Kinder ruhig dazu auffordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Werden Sie sich Ihres Handy-Konsums bewusst und pr\u00fcfen Sie, wie es Ihnen dabei geht! Vor allem nachts sollten Sie das Handy auszuschalten und es erst recht nicht neben das Bett legen. Es wird \u00fcbrigens geraten, zwei Stunden vor dem Schlafengehen kein Handy, Tablet oder Computer mehr anzur\u00fchren. Denn der Blaulichtanteil in Bildschirmen hemmt die Aussch\u00fcttung des Schlafhormons Melatonin. Zudem sind die Augen durch die Nutzung von Handys schnell gereizt, m\u00fcde oder sogar ausgetrocknet. Besonders \u00fcbel nehmen es einem die Augen, wenn man st\u00e4ndig in derselben kurzen Entfernung auf den Bildschirm starrt. H\u00e4ufige Videos oder sogar das Smartphone als Ersatz f\u00fcrs TV? Eine denkbar schlechte Idee, die sich nur allzu fr\u00fch durch st\u00e4rkere Brillengl\u00e4ser r\u00e4chen d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Versuchen Sie einen gesunden Umgang mit dem Smartphone zu bekommen! Sie m\u00fcssen sich ja nicht sofort ein Tasten-Handy anschaffen, um der Handysucht zu entgehen!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-frau-auf-toilette-mit-handy-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59236\" srcset=\"https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-frau-auf-toilette-mit-handy-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-frau-auf-toilette-mit-handy-300x150.jpg 300w, https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-frau-auf-toilette-mit-handy-768x384.jpg 768w, https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-frau-auf-toilette-mit-handy.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Messen Sie mit einer App die Zeit, die Sie pro Tag am Handy verbringen<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcberpr\u00fcfen Sie, wieviel Zeit Sie wirklich pro Tag am Smartphone sitzen. Seit iOS 12 finden Sie eine \u00dcbersicht auf jedem Ger\u00e4t von Apple. Unter den Einstellungen finden Sie den Men\u00fcpunkt \u201eBildschirmzeit\u201c. Es lohnt sich, die \u00dcbersicht anzusehen. Erschrecken Sie nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Android gibt es \u00fcbrigens auch etliche Apps wie \u201eQuality Time\u201c, \u201eAppDetox\u201c oder \u201eSpace\u201c, welche in etwa die gleiche Funktionalit\u00e4t abbilden. Nutzen Sie die Informationen dieser Apps und \u00fcberlegen Sie sich, ob Sie diesen Konsum wirklich m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie wegen des Handy-Konsums es nicht mehr schaffen, ihre sozialen Kontakte zu pflegen oder zu arbeiten\/studieren\/zur Schule zu gehen, sollten Sie sich dringend an eine Beratungsstelle f\u00fcr Computer- und Internets\u00fcchtige wenden. Lassen Sie es nicht zum digitalen Burnout kommen! Weniger Smartphone, mehr Qualit\u00e4t im Lebens lautet die kurze Formel. Egal ob als Kinder mit 10, 14 oder 18 Jahren oder als Erwachsene noch viel sp\u00e4ter. Sagen Sie ja, machen Sie doch einfach mal den Test!<\/p>\n\n\n\n<p>Ein erster Schritt sich selbst zu helfen kann sein, die Apps zu l\u00f6schen, die Sie am meisten benutzen. Oder einfach mal die online Benachrichtigungen auf Ihrem Handy ausschalten. Wenn Sie auf der Anzeige vom Smartphone keine Information \u00fcber eine neue WhatsApp erhalten, schauen Sie \u2013 vielleicht \u2013 auch nicht mehr so h\u00e4ufig nach. Hier macht es oft schon das nicht Wissen. Handysucht bedeutet nicht, sich mal eben ein Video zwischendurch anzusehen. Aber Sie k\u00f6nnen der Handysucht vorbeugen \u2013 f\u00fcr ein besseres Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Lustigerweise gibt es viele Apps, die einer Handysucht vorbeugen sollen. U.a. Apps aus dem Bereich Sport bzw. Gesundheit sind dabei zu nennen. Hinzu kommt, dass diese Apps bei vielen Menschen durchaus beliebt sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">WhatsApp, Facebook Messenger, Twitter, Instagram, Snapchat, Pok\u00e9mon Go, Spotify &amp; Co.<\/h2>\n\n\n\n<p>Aber wie viele Stunden Konsum pro Tag sind, bitte sch\u00f6n, normal bei den sozialen Medien? Auch das kann nicht pauschal beantwortet werden. Wenn Sie Ihre Kontakte, die Sie \u00fcber Messenger pflegen, auch im echten Leben pflegen, sollten Sie sich keine Gedanken machen. Allerdings k\u00f6nnen Sie sich \u00fcberlegen, ob es sinnvoll ist, mit einer Person eine Stunde hin und her zu schreiben. W\u00e4re es da nicht sch\u00f6ner, sich einfach mal zu treffen oder zu telefonieren? So lassen sich im pers\u00f6nlichen Kontakt News doch viel netter austauschen! Quasi ein Newsletter Face2Face statt surfen im online Shop :-).<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem soll eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Nutzung von Smartphones, Tablets und Computern im fr\u00fchen Kindesalter nach Angaben von Augen\u00e4rzten bei jungen Menschen schneller zu mehr Kurzsichtigkeit f\u00fchren! In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der kurzsichtigen Jugendlichen in Industriel\u00e4ndern insgesamt deutlich gewachsen. In Deutschland liegt die Quote unter jungen Erwachsenen mittlerweile bei fast 50 Prozent. In asiatischen L\u00e4ndern liegt die Quote derer, die ihr Leben lang eine Brille brauchen, bereits bei \u00fcber 90 Prozent. Diese Zahlen sind vor allem auf den sehr fr\u00fchen und intensiven Gebrauch von PCs, Smartphones und Tablets zur\u00fcckzuf\u00fchren. Je kleiner das Display, desto mehr strengen sich unsere Augen meist an. Das hat Folgen f\u00fcrs ganze Leben!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-kinder-mit-handy-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59238\" srcset=\"https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-kinder-mit-handy-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-kinder-mit-handy-300x150.jpg 300w, https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-kinder-mit-handy-768x384.jpg 768w, https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/handysucht-kinder-mit-handy.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was fasziniert die Menschen am Smartphone?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Handy bietet einem im Prinzip fast alles an: Gutscheine finden, Musik h\u00f6ren, Spiele spielen, Informationen und Nachrichten, Fotos \u2013 zu jedem Thema gibt es eine App und ein Bed\u00fcrfnis ist auf dem Handy schnell befriedigt. Viele suchen sogar ihren n\u00e4chsten Partner per App oder nach Produkten, die andere User empfehlen! Gerade bei Spielen gibt es im Laufe der Zeit immer wieder eine gro\u00dfe Befriedigung durch Erfolge, zum Beispiel Aufstiege im Level. Das l\u00f6st im menschlichen Gehirn chemische Prozesse aus und man f\u00fchlt sich wohl. Unser Gehirn gew\u00f6hnt sich an das Gl\u00fcckshormon Dopamin und m\u00f6chte immer mehr davon. Eltern sollten wissen: So entsteht eine Sucht. Aber auch ein Video nach dem anderen kann die bei Menschen die Handysucht befeuern.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens: Es gibt auch schon Apps als Ersatz einer Therapie gegen Handysucht, wie z.B. Hypnobeep. Allerdings kosten diese oftmals hunderte von Euro und Experten zweifeln zumindest den Nutzen an. Aber um der eigenen Gesundheit willen k\u00f6nnte man ja doch mal den Test wagen und einfach versuchen, nicht st\u00e4ndig mit dem Smartphone im Internet zu sein. Los, wer traut sich, wer w\u00fcrde sich zu so einem Experiment melden? Es gibt ein zur\u00fcck zum Leben!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">TV Bericht zum Thema Handysucht<\/h2>\n\n\n\n<figure> <div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"youtube-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iMTIwMCIgaGVpZ2h0PSI2NzUiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS1ub2Nvb2tpZS5jb20vZW1iZWQvdmpmVVcxMGN6dTg\/ZmVhdHVyZT1vZW1iZWQmYW1wO2VuYWJsZWpzYXBpPTEmYW1wO29yaWdpbj1odHRwczovL2VuZ2VsbWFubi5jb20iIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj0iIj48L2lmcmFtZT4=\"><div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-youtube\"> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/engelmann.com\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/1\/yt_vjfUW10czu8_hqdefault.jpg')\"><\/div> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\"> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\"> <p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>YouTube<\/strong>. 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Hier kommen News aus der Forschung<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit einer neuen Spezialambulanz f\u00fcr Suchterkrankungen hat die Klinik f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie des Universit\u00e4tsklinikums Carl Gustav Carus Dresden (<a href=\"https:\/\/www.uniklinikum-dresden.de\/kjp\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.uniklinikum-dresden.de\/kjp<\/a>) vor rund einem Jahr ihr Therapieangebot erweitert. Hier finden nicht nur minderj\u00e4hrige Kinder und Jugendliche Hilfe, die ein Suchtproblem mit Drogen, Alkohol oder Gl\u00fccksspiel haben \u2013 es geht auch um Handysucht. Interessanter Ansatz der Dresdner Sucht Therapeuten: Sie gehen davon aus, dass es sich bei zwei Dritteln aller Kinder und Jugendliche bei ihrer Suchtst\u00f6rung um eine sekund\u00e4re Erkrankung handelt. Hei\u00dft: Im Spiel sind auch andere kinder- und jugendpsychiatrische St\u00f6rungen wie die St\u00f6rung des Sozialverhaltens, ADS bzw. ADHS, eine Traumafolgest\u00f6rung sowie Depressionen oder auch \u00c4ngste.<\/p>\n\n\n\n<p>Wussten Sie, dass 12- bis 25-J\u00e4hrige in Deutschland im Schnitt t\u00e4glich rund drei Stunden online sind? Am Wochenende sind es im Schnitt vier Stunden. Und das ist noch nicht die Gruppe derjenigen Kinder und Jugendlichen, die ein problematisches Handyverhalten haben! Diese sind deutlich l\u00e4nger am PC oder am Handy unterwegs. Und wo bleibt der Kontakt mit anderen Kindern? Wer seinen Kindern bei einem sinnvollen Umgang mit Computer und Smartphone eine Hilfe sein m\u00f6chte, kann sich gemeinsam mit dem Nachwuchs Zeit nehmen, der Handysucht ein Ende setzen&nbsp; und bei der Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung informieren, wo Experten manch n\u00fctzliche Details empfehlen:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ins-netz-gehen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ins-netz-gehen.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit der Menthal App f\u00fcr Android Handysucht erkennen<\/h2>\n\n\n\n<p>Kann eine App vor Handysucht warnen? Das Projekt Menthal der Universit\u00e4t Bonn m\u00f6chte dieses Ziel erreichen. Die Ergebnisse von Studien im Vorfeld der App-Ver\u00f6ffentlichung hatten bereits zu denken gegeben. Demnach griffen durchnittliche Nutzer alle zw\u00f6lf Minuten zum Smartphone und aktivierten es so rund 80 Mal pro Tag. Mit sozialen Netzwerken wie Facebook oder Whattsapp, (oft stundenlangen) Spielen und weiterer Nutzung kamen so teils viele Stunden am Tag zusammen. Das ist eine Menge Zeit. Telefoniert wurde mit dem Handy im Schnitt jedoch gerade mal rund 8 Minuten t\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch Fragen? Nach Einsch\u00e4tzung der Bonner Forscher kann \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Handykonsum dazu f\u00fchren, dass man t\u00e4gliche Aufgaben und das soziale Umfeld vernachl\u00e4ssigen. Und bei Nichtnutzung des Handys k\u00f6nne es sogar zu Entzugserscheinungen kommen. Mit der App Menthal soll nicht nur der Frage nach Handysucht nachgegangen werden, sondern auch ein Zusammenhang zwischen zu viel Handynutzung und Depressionen erforscht werden. Menthal gibt es noch nicht f\u00fcr IOS und ist derzeit nur f\u00fcr Android Smartphones erh\u00e4ltlich:&nbsp;<a href=\"https:\/\/menthal.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">https:\/\/menthal.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einfach mal abschalten: oft gar nicht so einfach<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eEinfach mal abschalten\u201c empfehlen die Forscher vom IfADo \u2013 Institut f\u00fcr Arbeitsforschung an der TU Dortmund (https:\/\/www.ifado.de\/blog\/2018\/12\/06\/einfach-mal-abschalten-die-schnelle-erholung-zwischendurch\/). Und damit meinen sie durchaus auch das Smartphone. Viele tun sich damit aber gerade auch im beruflichen Bereich schwer und lesen auch nach Feierabend noch dienstliche E-Mails oder telefonieren mit Kollegen und mit Vorgesetzten. Dabei w\u00e4re es so viel sinnvoller, die freie Zeit mit sinnvollen Aktivit\u00e4ten zu verbringen statt mit der Handysucht \u2013 zum Beispiel beim Sport oder mit Freunden, empfehlen die Wissenschaftler.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Berufliche Handysucht: Wer immer erreichbar ist, belastet die Partnerschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>Immer erreichbar sein \u2013 auch das kann eine Art Handysucht sein. Wie eine aktuelle Studie der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung ergeben hat (<a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_wp_210.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_wp_210.pdf<\/a>), leidet die Beziehung merklich darunter, wenn man beruflich immer erreichbar sein will oder muss. Laut Studienergebnissen besch\u00e4ftigt sich rund ein Drittel (36 Prozent) der leitenden Angestellten auch in der Freizeit mit gesch\u00e4ftlicher Kommunikation, bei einfachen Arbeitern sind es sogar 38 Prozent. Fast jeder F\u00fcnfte aus beiden Gruppen sagt, dass er sich dazu verpflichtet f\u00fchlt, immer on zu sein \u2013 oder dazu sogar vom Chef verdonnert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass uns der Anspruch immer mobil erreichbar zu sein, dar\u00fcber auch gesundheitlich belastet, haben die Arbeitspsychologen vom IfADo herausgefunden (https:\/\/www.ifado.de\/blog\/2018\/08\/30\/smartphone\/). Die Folge durch berufliche Handysucht: starke Ersch\u00f6pfung.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Smartphones bestimmen unseren Alltag. Immer. Mehr. \u00dcberall starren Menschen aufs Handy. Oftmals auch mitten in Gespr\u00e4chen mit anderen Menschen. 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