Begriffserklärungen für Foto Einsteiger

Begriffserklärungen für Foto Einsteiger

Hier finden Sie in alphabetischer Reihenfolge ein Glossar zum Thema Foto bzw. Fotografie:

AF-Wahl

AF Steht für AutoFokus und es gibt vier Betriebsarten:

  • Automatischer Autofokus (AF-A): Hier schaltet die Kamera automatisch um, wenn sich das Motiv zu bewegen beginnt
  • Einzelautofokus (AF-S): Dieser Modus ist für unbewegte Motive. Wenn Sie den Auslöser etwa halb durchdrücken, fokussiert die Kamera nur ein einziges Mal. Sobald das Bild scharf gestellt ist, blinkt der entsprechende Punkt im AF-Messfeld für die Fokussierung kurz rot und die Fokusbestätigungslampe leuchtet im Sucher ebenfalls auf. Die Belichtungseinstellung wird dabei gleichzeitig vorgenommen. Wenn Sie hier den Auslöser halb durchdrücken, wird die Bildschärfe gespeichert und Sie können z.B. den Bildausschnitt noch einmal verändern.
  • Kontinuierlicher Autofokus (AF-C): Dieser Modus ist für sich bewegende Objekte gedacht, z.B. für die Sportfotografie, wenn also die Fokusentfernung fortwährend angepasst wird. Wenn Sie den Auslöser wieder halb durchdrücken, wird die Bildschärfe kontinuierlich von der Kamera angepasst.
  • Manuelle Fokussierung (M): Das Bild wird durch drehen am Fokusring des Objektes von Hand scharf gestellt.

Belichtungskorrektur

Hier kann man die entsprechenden Bedienelemente einer Kamera nutzen, um eine Helligkeitskorrektur zu erreichen. Bei Minus () wird es dunkler, bei Plus (+) wird das Bild heller. Kleiner Tipp: Wichtig ist, dass Sie die Belichtungskorrektur nach jedem Bild wieder zurücksetzen – sonst kommt es schnell zu Fehlbelichtungen, weil Sie zwei Tage später nicht mehr wissen, was Sie umgestellt haben…

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit wird in Sekunden angegeben und meist wird in Bruchteilen einer Sekunde fotografiert. Möglich Werte sind üblicherweise: 1, 0,5, ¼, 1/18, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125 – alle Angaben in Sekunden. Zwei Kriterien sollten als Grundlage für diesen Wert beachtet werden: Was soll im Bild vermittelt werden und wie lange kann ich die Kamera ruhig halten?

Blende

Die Schärfentiefe wird von der Blende geregelt. Mögliche Einstellungen sind: 1, 1.4, 2.0, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16,22 und 32. Die Unschärfe wirkt sich nach Vorne und nach Hinten aus. Je größer dabei die Zahl, desto größer ist der Bereich, der scharf abgebildet wird.

Brennweite

Jetzt wird es etwas komplizierter. Die Brennweite eines optischen Systems (was eine Kamera ja nun mal ist), bezeichnet die Entfernung von der Linse zu Ihrem Brennpunkt. Diese wird in der Fotografie in Millimetern angegeben. Die Wirkung einer Brennweite ist zudem von der Größe des eingebauten Chips bzw. des eingebauten Sensors abhängig. Bzw. bei Kameras, die noch nicht digital sind, vom eingesetzten Film. Je kleiner der Wert der Brennweite, desto größer ist der Bildausschnitt.

Es werden meist drei Kategorien von Brennweiten unterschieden (bezogen auf Kleinbilder):

Brennweite < 40mm -> Weitwinkel

Brennweite zwischen 40 und 60 mm -> Normalbrennweiten

Brennweite > 60 mm -> Telebrennweiten / Zoom

Da diese Unterscheidung recht unflexibel ist, werden die Angaben häufig kombiniert, z.B.: „20 mm Weitwinkel“.

ISO

Es gibt folgende typischen ISO-Werte: 100, 200, 400, 800, 1600, 3200 und 6400. Grundsätzlich gilt: Je höher die Zahl, desto weniger Licht benötigt die Kamera für ein korrekt belichtetes Bild. Aber: Je höher die Zahl, desto schlechter wird die Bildqualität und es entsteht ein Bildrauschen. Eine niedrige Zahl ergibt also die vermeintlich beste Bildqualität. Bitte beachten Sie: Jede Kamera hat eigene und andere Grenze für eine gute Bildqualität.

Kalibrierung

Siehe auch etwas weiter unten der Absatz zum Weißabgleich. Es ist wichtig, dass auf Ihrem Monitor alle Farben echt wirklich „echt“ aussehen. Wenn Ihre Fotos auf dem Monitor anders aussehen als auf dem später ausgedruckten Bild, dann sollten Sie Ihren Monitor dringend kalibrieren – also die Farben richtig einstellen. Abhilfe schaffen da Kalibrierungslösungen für Monitore. Wir empfehlen, etwa 1x im Monat den eigenen Monitor zu kalibrieren.

Messfeldwahl

Über die Messfeldauswahl wird bestimmt, welcher Bereich eines Bildes scharf gestellt wird. In der Regel ist es sinnvoll, das mittlere Fokusfeld als Standard zu aktivieren. Aber hängt natürlich auch davon ab, was man vor hat. 😊

Programme

Eine Kamera hat meistens mehrere Programmvorwahlen. Diese bestehen mindestens aus:

  • Av (A) – Die Blendenvorwahl: In diesem Modus kann der Fotograf die Blende vorauswählen. Die Belichtungszeit wird von der Kamera bestimmt. Große Blendenwerte ergeben dabei eine große Schärfentiefe, kleine Blendewerte eine geringe Schärfentiefe.
  • P – die Programmautomatik: Dabei stellt die Kamera automatisch die Blende und die Verschlusszeit ein. Die ISO-Einstellung kann dabei bei allem Kameras selbst gewählt werden und sollte abhängig von der Lichtsituation und dem Einsatzbereich sein.
  • Tv (S) – die Zeitvorwahl: In diesem Modus kann der Zeit vom Fotografen selbst vorausgewählt werden. Die Blende wird von der Kamera dabei automatisch gewählt, um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Kurze Verschlusszeiten ermöglicht es, Bewegungen scharf abzubilden und die Gefahr von Verwacklern wird minimiert Bei lange Verschlusszeiten werden Bewegungen unscharf bzw. verwischt.

Weißabgleich

Was ist ein Weißabgleich? Nun, die Antwort ist ganz einfach: Nicht jedes Licht ist weiß, auch wenn wir es als Menschen so empfinden. Wie war das nochmal mit den Eskimos – die heute lieber Inuit genannt werden möchten – die angeblich zehn, zwanzig oder gar hundert verschiedene Wörter für Weiß bzw. Schnee in Ihrem Wortschatz haben? Die Lichtfarbe oder Farbtemperatur wird auf jeden Fall in Kelvin gemessen und hilft dabei, Farben auch richtig darzustellen. Der Weißabgleich heißt so, weil es immer darum geht, eine weiße Fläche auch als weiße Fläche abzubilden, also z.B. eine Wand. Selbst wenn das Licht darauf z.B. gelb leuchtet. Aber nicht nur die Beleuchtungsquelle, sondern auch andere Einflüsse wie Reflexionen oder sonstige Veränderungen es Lichts kann die Farbtemperatur beeinflussen.

Und zum Schluss…

Was Sie immer beachten sollten: Eine ordentliche Belichtung entsteht immer durch das Zusammenspiel von

  • Verschlusszeit,
  • Blendenöffnung und
  • ISO-Empfindlichkeit.

Wenn sich eins dieser drei Elemente ändert, müssen die beiden anderen Werte auf jeden Fall angepasst werden!



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