📖 Einführung

Foto-Glossar

Die wichtigsten Foto-Begriffe für Einsteiger – verständlich erklärt, alphabetisch sortiert.

📸 Foto-KompendiumGlossar

Hier findest du in alphabetischer Reihenfolge ein Glossar zum Thema Fotografie. Egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittener: Wenn dir mal ein Begriff über den Weg läuft, schlag hier nach.

A

AF-Wahl

AF steht für AutoFokus. Es gibt vier Betriebsarten:

  • Automatischer Autofokus (AF-A): Die Kamera schaltet automatisch um, sobald sich das Motiv zu bewegen beginnt.
  • Einzelautofokus (AF-S): Für unbewegte Motive. Wenn du den Auslöser halb durchdrückst, fokussiert die Kamera einmalig. Sobald scharf gestellt, blinkt das AF-Messfeld kurz rot. Du kannst dann den Bildausschnitt noch verändern – die Schärfe bleibt gespeichert.
  • Kontinuierlicher Autofokus (AF-C): Für bewegte Objekte – z.B. Sportfotografie. Die Fokusentfernung wird kontinuierlich angepasst.
  • Manuelle Fokussierung (M): Das Bild wird durch Drehen am Fokusring des Objektivs von Hand scharf gestellt.
B

Belichtungskorrektur

Mit der Belichtungskorrektur kannst du Helligkeit nachjustieren: Bei Minus (–) wird das Bild dunkler, bei Plus (+) heller.

💡 Tipp: Setze die Belichtungskorrektur nach jedem Bild zurück! Sonst kommt es schnell zu Fehlbelichtungen, weil du zwei Tage später nicht mehr weißt, was du umgestellt hast.

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit wird in Sekunden angegeben – meist in Bruchteilen einer Sekunde. Typische Werte: 1, 0,5, ¼, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125 Sekunden.

Zwei Kriterien sind wichtig: Was soll im Bild vermittelt werden? Und: Wie lange kannst du die Kamera ruhig halten?

Blende

Die Blende regelt die Schärfentiefe. Mögliche Einstellungen: 1, 1.4, 2.0, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22, 32.

Die Unschärfe wirkt sich nach vorne und hinten aus. Je größer die Zahl, desto größer der Bereich, der scharf abgebildet wird.

Brennweite

Jetzt wird's etwas komplizierter: Die Brennweite bezeichnet die Entfernung von der Linse zum Brennpunkt – angegeben in Millimetern. Die Wirkung ist abhängig von der Größe des Sensors. Je kleiner der Wert, desto größer der Bildausschnitt.

Drei Brennweiten-Kategorien (bezogen auf Kleinbilder):

  • < 40 mm: Weitwinkel
  • 40–60 mm: Normalbrennweite
  • > 60 mm: Telebrennweite / Zoom

Häufig werden die Angaben kombiniert, z.B. „20 mm Weitwinkel".

I

ISO

Typische ISO-Werte: 100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400.

Grundsatz: Je höher die Zahl, desto weniger Licht braucht die Kamera für ein korrekt belichtetes Bild. Aber: Höhere Werte verschlechtern die Bildqualität – es entsteht Bildrauschen. Eine niedrige ISO-Zahl liefert die beste Bildqualität.

💡 Tipp: Jede Kamera hat eigene Grenzen für gute Bildqualität. Probiere aus, welcher ISO-Wert bei deiner Kamera die Grenze ist.

K

Kalibrierung

Damit Farben auf deinem Monitor wirklich „echt" aussehen, ist eine Kalibrierung nötig. Wenn deine Fotos auf dem Monitor anders aussehen als auf dem ausgedruckten Bild, solltest du deinen Monitor dringend kalibrieren – also die Farben richtig einstellen.

💡 Empfehlung: Etwa 1× im Monat den eigenen Monitor kalibrieren. Es gibt günstige Kalibrierungslösungen für Monitore.

M

Messfeldwahl

Über die Messfeldauswahl bestimmst du, welcher Bereich eines Bildes scharf gestellt wird.

Als Standard ist es meist sinnvoll, das mittlere Fokusfeld zu aktivieren. Hängt aber natürlich davon ab, was du vorhast 😊

P

Programme

Eine Kamera hat meistens mehrere Programmvorwahlen. Mindestens diese drei:

  • Av (A) – Blendenvorwahl: Du wählst die Blende, die Belichtungszeit kommt von der Kamera. Große Blendenwerte = große Schärfentiefe, kleine Werte = geringe Schärfentiefe.
  • P – Programmautomatik: Kamera stellt Blende und Verschlusszeit automatisch ein. Die ISO wählst du selbst – abhängig von Lichtsituation und Einsatzbereich.
  • Tv (S) – Zeitvorwahl: Du wählst die Verschlusszeit, die Blende kommt von der Kamera. Kurze Verschlusszeiten frieren Bewegungen ein, lange Verschlusszeiten verwischen sie.
W

Weißabgleich

Was ist ein Weißabgleich? Nicht jedes Licht ist weiß, auch wenn wir es als Menschen so empfinden. Die Lichtfarbe oder Farbtemperatur wird in Kelvin gemessen und hilft dabei, Farben richtig darzustellen.

Der Weißabgleich heißt so, weil es darum geht, eine weiße Fläche auch als weiße Fläche abzubilden – z.B. eine Wand. Selbst wenn das Licht darauf gelb leuchtet. Auch andere Einflüsse wie Reflexionen können die Farbtemperatur beeinflussen.

Z

Zusammenspiel der drei Werte

Was du immer beachten solltest: Eine ordentliche Belichtung entsteht durch das Zusammenspiel von:

  • Verschlusszeit
  • Blendenöffnung
  • ISO-Empfindlichkeit

Wenn sich eines dieser drei Elemente ändert, müssen die beiden anderen Werte auf jeden Fall angepasst werden!

📋 Merke dir die 3 Grundwerte

Wer diese drei Werte versteht, hat die halbe Foto-Miete:

  • Verschlusszeit – wie lange ist Licht auf dem Sensor
  • Blende – wie viel Licht kommt durch
  • ISO – wie empfindlich ist der Sensor
📸

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