CDRWIN 11: Der Klassiker brennt bald wieder wie der Teufel

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CDRWIN 11: Der Klassiker brennt bald wieder wie der Teufel

Manche Programme begleiten uns nur wenige Jahre. Andere werden zu einem Stück Computergeschichte. CDRWIN gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Seit mehr als 30 Jahren steht der Name für das zuverlässige Kopieren, Auslesen und Brennen optischer Datenträger. Nun entsteht eine neue Generation: CDRWIN 11 erscheint in einigen Monaten - für Windows und erstmals auch für macOS.

Eine Geschichte, die Mitte der Neunziger begann

Die Anfänge von CDRWIN reichen bis in die Mitte der Neunzigerjahre zurück. Damals entstand die Software gemeinsam mit Golden Hawk Technology. Die Windows-Fassung ging aus der Zusammenarbeit zwischen Engelmann Software und Jeff Arnold von Golden Hawk hervor - obwohl Jeff eigentlich lieber bei DOS bleiben wollte.

Mit CDRWIN entstand auch das Cuesheet-Format .cue. Es beschreibt den Aufbau einer CD und entwickelte sich zu einem Standard, der bis heute von Brennprogrammen, Emulatoren, Audiowerkzeugen und Archivierungssoftware unterstützt wird.

Nach dem Ende von Golden Hawk führte Engelmann Software die Produktlinie weiter. CDRWIN 10 erschien vor mehr als zehn Jahren. Seitdem hat sich Windows mehrfach gehäutet, neue Prozessorarchitekturen sind hinzugekommen und Blu-ray ist endgültig erwachsen geworden.

Es wurde also Zeit für eine neue Version.

Warum ein neues CDRWIN?

Optische Datenträger gehören heute nicht mehr für jeden zum täglichen Computerleben. Trotzdem gibt es weiterhin viele CDs, DVDs und Blu-rays, deren Inhalte erhalten, kopiert oder ausgewertet werden müssen.

In privaten Sammlungen und Unternehmensarchiven lagern alte Datenträger. Audio-CDs sollen verlustfrei gesichert, historische Images wieder geöffnet und wichtige Daten dauerhaft archiviert werden. Hinzu kommen professionelle Anwendungen in der Digitalisierung, Forensik und Medienrestaurierung.

Genau für diese Aufgaben entsteht CDRWIN 11: nicht als beliebiges Brennprogramm, sondern als leistungsfähiges Werkzeug für Menschen, die mit optischen Datenträgern mehr vorhaben.

Unter der Haube: RecDev

Das technische Herz von CDRWIN ist die Brennengine RecDev. Diese Bibliothek wird seit 1998 entwickelt und für CDRWIN 11 umfassend neu aufgesetzt.

RecDev kümmert sich um die direkte Kommunikation mit Laufwerken und Medien. Die Engine beherrscht unter anderem den Rohzugriff auf Sektoren und Subchannel-Daten, das Auslesen von Audio-CDs mit Jitterkorrektur sowie die Verarbeitung der Imageformate ISO, CUE/BIN, NRG, MDS und XMD. Darüber hinaus kann sie Laufwerks- und Medieneigenschaften detailliert auswerten.

RecDev steht für Windows und macOS zur Verfügung und kann auch als SDK in eigene Softwarelösungen integriert werden. Das ist beispielsweise für Archivierungs- und Digitalisierungsdienstleister, Hersteller forensischer Werkzeuge, die Medienrestaurierung oder Anbieter von Disc-Publisher-Hardware interessant.

Wenn Sie RecDev in Ihrer eigenen Anwendung einsetzen möchten, sprechen Sie uns an.

Das wird neu in CDRWIN 11

CDRWIN 11 erhält eine moderne technische Grundlage und zahlreiche neue Funktionen:

  • Unterstützung für Windows 10 und Windows 11 einschließlich ARM

  • erstmals eine Version für macOS

  • vollständige Blu-ray-Unterstützung

  • Unterstützung für UDF bis Version 2.60

  • Verteilung großer Archive auf mehrere Discs

  • optionale Kompression und Passwortschutz

  • automatische Prüfung der Daten nach dem Brennen

  • PDF-Protokolle mit Prüfsummen

  • zuverlässige Erkennung von M-DISCs

  • Rippen von Audio-CDs nach FLAC, ALAC und Opus

  • moderne Abfrage von Audio-Metadaten als Ersatz für den eingestellten Dienst freedb

  • Kommandozeilensteuerung für automatisierte Abläufe – in der Tradition von BatchDisc

  • Benutzeroberfläche in elf Sprachen

Das bleibt erhalten

CDRWIN 11 wird moderner, verliert dabei aber nicht die besonderen Fähigkeiten, für die das Programm seit Jahrzehnten geschätzt wird.

Dazu gehören der Rohzugriff auf Datenträger und Subchannel-Daten, die Unterstützung für Mode 2, ISRC und MCN sowie die Kompatibilität mit älteren Imageformaten wie CUE/BIN, NRG, MDS und XMD. Auch die detaillierte Sektoransicht im Hex-Editor bleibt erhalten.

Damit verbindet CDRWIN 11 moderne Betriebssysteme und aktuelle Archivierungsfunktionen mit Eigenschaften, die bei vielen heutigen Programmen längst nicht mehr zu finden sind.

Ein Klassiker kehrt zurück

CDRWIN 11 soll kein kurzlebiges Produkt werden. Es entsteht für Anwender, die ihre Software kaufen möchten, statt sie zu abonnieren – und die Wert auf Zuverlässigkeit, Kontrolle und langfristige Kompatibilität legen.

CDRWIN kopiert und brennt wieder wie der Teufel – jetzt in der elften Generation.