Datei-Formate – von IS09660 bis UDF

Datei-FormateISO 9660 – Plattform übergreifendes Dateisystem, um allen existierenden Betriebssysteme den Zugriff auf eine CD zu ermöglichen – sofern diese einen Treiber (wie MSCDEX für DOS oder Windows) implementiert haben, der ihnen dieses Dateisystem nahebringt. Außer der Universalität zeichnen ISO 9660 aber leider auch einige Restriktionen aus, die in verschiedenen Levels unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

ISO 9660 Level 1 – Sehr starke Restriktionen bezüglich der Dateinamen: Es sind nur 8 Charakter (plus 3 für die Dateinamenerweiterung) erlaubt. Verzeichnisnamen dürfen ebenfalls nur 8 Charaktere aufweisen und keine Erweiterung besitzen, die Verzeichnistiefe ist auf maximal 8 Ebenen (einschließlich des Wurzelverzeichnisses) festgelegt. Erlaubt sind ferner nur die Großbuchstaben A bis Z, die Zahlen 0 bis 9 und als einziges Sonderzeichen der Unterstrich _ . Als Art der Datenaufzeichnung kommt generell nur eine kontinuierliche Aufzeichnung der jeweiligen Dateien in Frage, diese dürfen sich also nicht fragmentiert auf der CD befinden, ob nun verknüpft oder nicht.

ISO 9660 Level 2 – Lockerung der Restriktionen in Bezug auf die Länge des Dateinamens: Nun sind 31 Zeichen erlaubt. Außerdem kann man mehr Sonderzeichen nutzen. Ansonsten bleibt alles beim Alten.

ISO 9660 Level 3 – Lockerung der Restriktionen auch in den anderen Bereichen. Wichtigste Erweiterung: Unter Level 3 lassen sich Dateien fragmentiert auf einen Rohling schreiben. Allerdings gibt es nur sehr wenige Brennprogramme, die Level 3 auch anbieten. Die meisten haben sich gleich dem neuen UDF-Dateisystem zugewandt.

Joliet – Erweiterung des ISO-Standards, um die Beschränkungen hinsichtlich der Verzeichnis- und Dateinamen (Länge und erlaubte Sonderzeichen) sowie der Verzeichnistiefe für Windows aufzuheben. Joliet-Discs sind auf die Betriebsysteme DOS, Windows und Mac-OS beschränkt.

Romeo – Ebenfalls eine Erweiterung des ISO-Standards für Windows. Romeo bietet eine Datei- und Verzeichnisnamenlänge von maximal 128 Zeichen, inklusive des Leerzeichens – welches dann auch unter DOS zu erheblichen Problemen führt. Schwierigkeiten bereitet auch die Tatsache, das unter DOS jeder Dateiname ab dem 8. Zeichen einfach abgeschnitten wird, so das es leicht zu Doppelbelegungen innerhalb eines Verzeichnisses kommen kann. Mittlerweile hat der Standard aber nahezu keine Bedeutung mehr.

HFS – Hierarchical File System (HFS) ist die Erweiterung des ISO-Standards für das Apple-Dateisystem. Auf einem Mac werden die Daten einer Datei in zwei Bereichen gespeichert, den sogenannten Forks. Die Data-Fork enthält die eigentliche Datei, die dazugehörende Ressource-Fork Informationen wie beispielsweise den Dateityp. HFS-CDs basieren auf ISO-Level 2 und sind nur von Macintosh-, Linux-,
OS/2- und SGI-Irix-Systemen lesbar.

RRIP -Rock Ridge Interchange Protocol (RRIP) ist ebenfalls eine Erweiterung des ISO-Standards, diesmal auf jene Vorzüge, auf die Unix-Anwender nur ungern verzichten. Die Beschränkungen von Verzeichnis- und Dateinamen sowie der Verzeichnistiefe sind hier vollständig aufgehoben. Außerdem lässt sich die beliebte ‚virtuelle‘ Verzeichnisstruktur mit Links realisieren. RRIP-Discs sind auch von anderen Betriebssystemen lesbar. Einzig die Unix-spezifischen Eigenheiten bleiben auf der Strecke.

UDF – Universal Disc Format (UDF) ist ein von der OSTA (Optical Storage Technology Association) entwickeltes Dateisystem, welches (gerade im Hinblick auf die DVD) ISO 9660 als plattformübergreifendes Dateisystem ablösen soll. Die Beschränkungen, die einem das Leben unter dem ISO-Standard noch so beschwerlich gemacht haben, fallen allesamt unter dem Tisch. Wichtig ist dies außer für neuere Technologien auch für den Laufwerkbuchstabenzugriff mit CD-Recordern/Rewritables. ISO 9660 würde die hierbei anfallende Fragmentierung von Dateien (durch Verknüpfungsblöcke zwischen den einzelnen Paketen, siehe auch Incremental PW) nur im Interchange Level 3 zulassen. Da UDF wie ISO ein CD-spezifisches Dateisystem ist, benötigen die verschiedenen Plattformen auch einen Treiber, der das Dateisystem ins Betriebssystem eingliedert. Solche Treiber gibt es in propreitären Varianten, die sich nicht immer an den Standard halten und auch untereinander inkompatibel sind (so zum Beispiel DirectCD von Adaptec für Windows und den Macintosh und InstantWrite von VOB). Um auch jenen Systemen, auf denen kein UDF-Treiber sein Unwesen treibt, den Zugriff auf eine UDF-Disc zu ermöglichen, gibt es die Möglichkeit, UDF-CDs beim Abschließen mit einem ISO 9660-Mantel (Level 3) zu umhüllen, wodurch ein Betriebssystem mit ISO-Treiber diese Disc als ISO-Disc einstuft, und ein Betriebssystem mit UDF-Treiber dieselbe Scheibe als UDF-Disc. (Unter DOS/Windows 3.x und MacOS vor Version 8.0 sind diese Discs generell nicht lesbar; Multisession-CDs lassen sich ebenfalls noch nicht herstellen.)



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