Kopierschutzmethoden

CDRWINKopierschutzmethoden auf CD/DVDs werden heutzutage kaum noch eingesetzt, da heutzutage fast alle Spiele eine Online-Verbindung aufbauen und die Lizenz überprüfen.

Hier ein historischer Überblick:

Mit dem Aufkommen von CD/DVD-Brennern und ihrer massenhaften Verbreitung wurden die Hersteller von CDs verständlicherweise zunehmend nervöser, zwar nicht unbedingt jene von Musik- oder Anwendersoftware, aber jene von Game-CDs – und die dafür umso heftiger. Ein Blick auf die Schulhöfe liefert dann auch die Begründung dafür. Wahrscheinlich gab es dort kein Spiel, welches nicht als Kopie die Runde macht. Um dem einen Riegel vorzuschieben, haben die Hersteller sich im Laufe der Zeit verschiedene Methoden ausgedacht, eine einfache Kopie zu unterbinden. Die wichtigsten finden Sie hier…:

Wichtig: Die Informationen auf dieser Seite sind nicht dafür gedacht, Beihilfe zur Herstellung von illegalen Kopien zu leisten. Dieser Artikel stellt auch keine Rechtsberatung da!

Was die Rechtssprechung bezüglich der Kopien von Softwareprogrammen betrifft, so kann der Privatanwender relativ schnell ins Schleudern kommen. Mal ist es erlaubt, mal nicht und mal nur dann, wenn der Wert der Anwendung sehr hoch liegt. Immerhin, einigermaßen einig ist man sich darin, dass eine Kopie nicht erlaubt ist, wenn der Software-Produzent sich verpflichtet, unentgeltlich oder gegen eine geringe Gebühr Ersatz zu leisten, falls das Original defekt ist. Umstritten ist auch nach wie vor das Urteil des Landgerichts Bochum, welches Sicherheitskopien angeblich generell untersagt, mit der Begründung, dass „eine CD im Gegensatz zu Disketten“ länger haltbar sei und daher „nicht unbedingt gesichert werden“ müsse (Computer und Recht 6/98, Seite 381).

Laut § 69d Abs. 2 des Urhebergesetzes (UrhG) hingegen darf der Käufer eine Sicherungskopie anlegen, wenn diese für den künftigen Gebrauch erforderlich ist. Dies gilt allerdings nicht, wenn es sich um kopiergeschützte CDs handelt. Allerdings ist damit nicht geklärt, ob die Kopie in Eigenregie angefertigt werden darf oder nicht. Die Entscheidung hierüber liegt beim Software-Produzenten. Deshalb ist es notwendig, dass sich der Anwender mit den Lizenzvereinbarungen, die mit der Software ausgeliefert werden, genauestens auseinander und sich im Zweifelsfalle mit dem Hersteller des Originals in Verbindung setzt, um sicher zu stellen, ob er nun eine Sicherungskopie erstellen darf oder nicht.

Auf jeden Fall ist sicher, was definitiv verboten ist:

  • Raubkopien von Programmen auf CD zu brennen.
  • Mehrere Sicherheitskopien anzufertigen.
  • Die erlaubte Sicherungskopie zu veräußern – es sei denn, das Original wird mit ausgehändigt.
  • Den Inhalt einer kopiergeschützten CD zu patchen, damit diese lauffähig wird. Dies stellt einen unerlaubten Eingriff in die gekaufte Software dar, der auf jeden Fall illegal ist.
  • Sich Software-CDs von dritten Personen zu leihen, davon eine ‚Sicherungskopie‘ zu brennen und diese dann zu verwenden.

Im Hinblick auf Audio-CDs gilt, dass eine bestimmte Anzahl Kopien für den privaten Gebrauch erlaubt sind, frühere Ansichten lagen bei 7 Kopien pro Track, aktuell beläuft sich die Zahl auf 3. Auch hier muss sorgsam darauf geachtet werden, für welchen Verwendungszweck die Kopie gedacht ist.

Legal ist immer nur der ausschließliche private Gebrauch, auch wenn die einzelnen (eigenen!) Tracks zu neuen sogenannten Samplern ‚verarbeitet‘ werden, ob mit Komprimierung (MP3) oder ohne. Das gegenseitige freundschaftliche Ausleihen von CDs und Kopieren derselben ist bereits hart am Rande der Legalität und gründet mehr auf gesellschaftliche Gewohnheiten denn auf Recht und Gesetz. Genauso verboten ist das Brennen von eigenen Audio-CDs, die (ob unentgeltlich oder nicht) anschließend verteilt werden. Im Rahmen des Urheberrechts bewegt man sich nur, wenn man seine Kopien einzig im engsten Familienkreis verschenkt.

Man darf also…

  • den eigenen Audiobestand auf Festplatte kopieren und zu neuen Compilations verarbeiten, egal in welchem Audioformat.
  • selbst gekaufte CDs kopieren und an Familienmitglieder sowie im engsten Freundeskreis verschenken.
  • urheberfreie, vom Urheber umsonst zur Verfügung gestellte oder gekaufte MP3-Dateien aus dem Internet beziehen und auf CD brennen.

Eindeutig verboten ist hingegen…

  • illegales Soundmaterial aus dem Internet auf CD schreiben – zumindest dann, wenn bekannt ist, dass das Material sich illegalerweise dort aufhält,
  • wildes Kopieren aller CDs, die man im Freundeskreis auftreiben und ausleihen kann,
  • der Verkauf von kopierten Audio-CDs .

Bitte beachten Sie, dass nicht jedes CD-ROM Laufwerk geeignet ist, eine CD mit Kopierschutz auszulesen und auch nicht alle CD-Recorder einen Kopierschutz schreiben können.

Gelogene‘ TOC-Informationen
Genau wie Laserlock (siehe unten) ist auch das Versehen des CD-Inhaltsverzeichnisses mit ungültigen Informationen ein relativ weitverbreitetes Mittel, die Erstellung von Disc-Kopien zu erschweren. Der TOC (Tabel of Content) ist eine Ansammlung von Daten im Q-Subkanal im Lead-in und enthält beispielsweise die Informationen zu den Start- und Endpunkten der Tracks und den Adressen der Dateien. Mit einer einfachen Modifikation dieses TOCs kann man den Rechner dazu bringen, zu denken, dass einzelne Dateien weitaus größer sind, als sie tatsächlich an Platz beanspruchen. Der Phantasie sind da im Grunde keine Grenzen gesetzt, und so liegen im CD-ROM-Laufwerk normale CDs mit 200 oder 250 MB, die beispielsweise vorgeben, mehr als 2 oder 3 GB zu beherbergen.  Die meisten CD-Brennprogramme verlassen sich auf die Informationen, die ihnen vom Dateisystem zugespielt werden und verweigern dementsprechend jede Art von Disc-Kopie, da die ‚Größe‘ der Original-CD über den herkömmlichen 74, oftmals auch über 80 Minuten liegt. Allerdings gibt es Software (wie beispielsweise CDRWIN), bei denen Optionen vorhanden sind, diese fehlerhaften TOC-Informationen zu ignorieren.

Identische Dateien
Wissen Sie, was passiert, wenn Sie eine Datei in ein Verzeichnis kopieren möchten, die bereits existiert? Nun, das Betriebsystem wird Sie fragen, ob Sie die vorhandene Datei überschreiben möchten. Zwei Dateien gleichen Namens in einem Verzeichnis sind nicht möglich, auch nicht auf CD – es sei denn, man modifiziert den TOC entsprechend. Jeder Dateimanager wird Ihnen dann mehrere Dateien gleichen Namens anzeigen. Eine der Möglichkeiten, mit dieser Widrigkeit fertig zu werden, besteht darin, den Inhalt der CD (also die einzelnen Dateien) auf Festplatte zu kopieren, darunter natürlich nur eine der Zwillingsdateien,
und mittels eines Cracks für die richtigen Verhältnisse zu sorgen – was mit ziemlicher Sicherheit aber bereits im illegalen Bereich anzusiedeln ist, da hiermit Manipulationen des Originalzustands vorgenommen werden. Einfacher ist der Versuch, die CD sektorenweise zu kopieren oder die bei einigen Brennprogrammen eventuell vorhandenen Optionen zu nutzen, welche nicht allzuviel Respekt vor fehlerhaften TOC-Informationen besitzen und damit umgehen können.

Zweiter Datentrack
Die meisten Game-CDs bestanden früher aus einem ersten Datentrack, der von mehreren Audiotracks gefolgt wird. ‚Fügt‘ man nun dieser (Mixed-Mode)-CD noch einen zusätzlichen Datentrack am Ende ‚hinzu‘ (innerhalb der Session), reicht das oftmals, die meisten CD-Schreiber durcheinander zu bringen. Wie bei den beiden vorhergenannten Methoden wird man auch hier am ehesten mit den Optionen, einen illegalen TOC zu ignorieren, am glücklichsten. Als Name für das Format hat sich „CD Plus“ eingebürgert. 

Übergröße
Einige Hersteller verfrachten mehr als die üblichen 74 Minuten auf eine Disc. Dabei kann es sich nur um eine oder zwei, aber auch um bis zu sechs Minuten handeln. Das Resultat ist das gleiche, als ob man fehlerhafte TOC-Informationen über die Größe der Disc herstellt – normale Brennprogramme werfen das Handtuch, da sie nicht darauf vorbereitet sind, außerhalb der Spezifikation brennen zu müssen. In diesem Fall bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als entweder 80 Minuten-Discs zu nutzen, oder zu versuchen, normale Rohlinge ebenfalls außerhalb der Spezifikationen zu betreiben. Allerdings müßen sowohl der Recorder als auch die Software in der Lage sein, mit der einen, beziehungsweise der anderen Möglichkeit umgehen zu können. (Versucht man, mit einer ungeeigneten Hardware zu ‚überbrennen‘, kann es durchaus passieren, dass der Pickup unwiderruflichen Schaden nimmt.) Irgendwann reichten manchmal auch 80 min CD-Rohlinge nicht mehr aus, um eine Sicherheitskopie anzulegen. Dann mussten eben die 99min Rohlinge her… Wir waren mit unserer damaligen Tochterfirma Disc4You übrigens weltweit der erste Händler, der 99min CDs im Angebot hatte.

Laserlock
Laserlock ist eine verhältnismäßig einfache (aber effektive) Maßnahme und besteht nur aus einer einzelnen Datei, die sich zusammen mit den anderen Daten auf der Original-Disc befindet. Kommen nun böse Jungs auf die Idee, die CD kopieren zu wollen, bleibt der Kopier-Lesevorgang regelmäßig beim Lesen dieser Datei (die übrigens ‚Laserlock‘ heißt) hängen, egal, ob die Kopie auf Festplatte oder direkt auf einem Rohling angelegt werden soll – mit dem Resultat, dass der Rechner hängt und neu gestartet werden muss. Als Lösung bleibt einem nur, zu versuchen, die CD sektoren- oder zumindest trackweise auszulesen. Einfaches Auslassen dieser Datei beim Kopieren sämtlicher Daten auf Festplatte und dem anschließendem Brennen von dort reicht nicht, da die Disc-Kopie ohne diese Datei nicht funktionieren wird. Einige Laufwerke haben mit der Laserlok-Datei erhebliche Probleme und benötigen mehrere Stunden, um diese – auch sektorbasiert – auszulesen.

SecuRom
SecuRom ist so etwas wie ein elektonischer ID-Tag bzw. digitale Signatur, mit dem eine CD während des Herstellungsprozesses versehen wird – und ebenfalls sehr effektiv. Bei jeder einzelnen der unterschiedlichen Versionen, die bis jetzt realisiert worden sind, bedarf es entweder einer urheberrechtlich illegalen Manipulation (auf die wir nicht weiter eingehen), um eine lauffähige Kopie von derart geschützten CDs herstellen zu können, oder eine effektive 1:1 Kopie inkl. der 96 Kontrollbytes. Um festzustellen, ob eine CD mit SecuRom kopiergeschützt ist, reicht es in der Regel übrigens, auf den Innenring zu schauen. Dort ist ein Logo mit dem Schriftzug „DADC“ untergebracht.

SafeDisc
Hierbei wird einieg der ersten Blöcke einer CD gewollt fehlerhaft erstellt. Zusätzlich befindet sich oft noch eine Datei namens Clokspl.exe an Bord. Das sektoren- oder trackweise Kopieren im Raw-Modus sollte diesen Schutz aber in der Regel recht alt aussehen lassen.

StarForce
StarForce gab es erst seit etwa 2002 und vereinigt alle bisher bekannten Verfahren. Zusätzlich wird ein Treiber mitgeliefert und auf dem Rechner des Kunden installiert, der auf vorhandene Kopierprogramme testet. Dieser Treiber ist bei allen Versionen dieses Kopierschutzes gleich und sobald ein Update des Kopierschutzes herauskommt, werden sofort alle Spiele auf dem Rechner des Kunden gleichzeitig aktualisiert. StarForce lebt also mehr oder weniger vor allem von diesen sog „Blacklistings“. Damit wird verhindert, das überhaupt parallel Programme laufen, die StarForce theoretisch kopieren könnten.



Bitte beachten Sie:
Wir empfehlen Ihnen zum Brennen von CDs und DVDs unsere Software CDRWIN. Diese können Sie in der aktuellen Version 10 derzeit kostenlos bei uns erhalten! Wenn Sie vorher noch Filme unwandeln wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Software MyFormatConverter. Diese gibt es ebenfalls in einer kostenlosen Version. Auch zur Bildbearbeitung Ihrer Fotos haben wir übrigens mit Photomizer eine Software im Angebot!