Schreibmethoden: Disc At Once und Konsorten

SchreibmethodenDisc at Once (DAO) ist die Schreibtechnik der Wahl, wenn man professionelle Audio-CDs oder Master zur kommerziellen Massenherstellung brennen will. Hierbei wird eine CD mit einer einzigen Session in einem Durchgang beschrieben und dann geschlossen. Der Laser schreibt ohne Unterbrechung das Lead-in mit dem Inhaltsverzeichnis, sämtliche Tracks und zum Ende das Lead-out.(Hierdurch wird auch offensichtlich, warum eine durch einen Schreibabbruch unbrauchbare CD trotzdem den Anschein erweckt, alle Titel zu beherbergen, auch wenn der Fehler gleich beim ersten Stück auftrat: Da das Inhaltsverzeichnis als erstes geschrieben worden ist, denkt der Player, die hier aufgelisteten Tracks befinden sich tatsächlich auf der CD.)

DAO ist ferner die unabdingbare Voraussetzung für sinnvolle Pausengestaltung, zum Beispiel bei Liveaufnahmen sowie anderer Subkanal-Eingriffe wie dem Einfügen von Indizes oder Herstellerangaben.

Track at Once (TAO) ist eine Schreibtechnik, die zum einen (ähnlich wie Disc at Once) Singlesession-Discs hinterläßt, zum anderen aber auch (und das hauptsächlich) zum Erstellen von Multisession-Discs genutzt werden kann – was mit DAO per Definition eigentlich nicht möglich ist. Bei TAO wird der Laser nach dem Schreiben jedes einzelnen Tracks ausgeschaltet, zur PMA gefahren, um das vorläufige Inhaltsverzeichnis zu aktualisieren, am Endpunkt des zuletzt geschriebenen Tracks neu positioniert und wieder angeschaltet, um die Arbeit fortzusetzen.

Das Modifizieren der Subkanäle ist mit dieser Schreibtechnik nicht möglich. Einzig die Länge der Pausen kann bei einigen Recorder/Software-Kombinationen beeinflusst werden. Der größte Vorteil dieser Schreibtechnik liegt beim stückweisen Erstellen einer Audio-CD. Diese auch Multitrack genannte Technik macht sich das Abschalten des Lasers zunutze, da es prinzipiell egal ist, wie lange dieser Zeitraum der Inaktivität ist. Solange nach dem Schreiben eines Tracks und der Aktualisierung des PMA die Session nicht geschlossen wird, kann man Tracks hinzufügen, bis der Speicherplatz erschöpft ist. Allerdings muss man darauf achten, die Session rechtzeitig genug zu schließen, damit das endgültige Inhaltsverzeichnis in das Lead-in geschrieben werden kann. Die Brennprogramme sollten einem aber über den bereits genutzten Speicherplatz auf dem Laufenden halten.

Session at Once ist eine der Widersprüchlichkeiten innerhalb der CD-Recording-Technologie. Bei diesen Discs wird eine Daten-Session hinter einer DAO-Audiosession angesiedelt. Man macht dies, weil ein CD-Player nur die erste Session erkennen kann und deshalb nicht versuchen wird, die Computerdaten als Musiktitel abzuspielen – was andernfalls äußerst unangenehm (und unter Umständen auch recht teuer) werden könnte. Der Widerspruch liegt darin, daß Audio-CDs in der Regel DAO-Discs sind, und diese wiederum per Standardisierung Singlesession-CDs sein müssen (was nun natürlich nicht mehr der Fall ist). Ferner müssen beide Sessions in einem Arbeitsgang (also einer Session) aufgetragen werden – was bedeutet, dass eine CD-Extra streng genommen auch keine Multisession-CD ist, obwohl sie aus zwei Sessions besteht, die aber ….. Aber wie immer dem sei, sicher ist, dass Session at Once Voraussetzung ist, reguläre CD-Extras zu erstellen – die übrigens außerdem noch Zusatzinformationen wie dem Cover der Disc und Daten zum Künstler enthalten..

Incremental Packet Writing (IPW)
Während DAO eine ganze Session auf den Rohling befördert und TAO einen Track zur Zeit, werden mit Incremental Packet Writing (IPW) nur noch kleinere Datenpakete zu CD gebracht. Einer der Vorteile dieser Schreibtechnik ist, dass die Gefahr eines Buffer Underruns nahezu eliminiert wird, da in der Regel nur Datenpakete geschrieben werden, deren Größen denen des internen Recorderpuffers entsprechen oder kleiner als dieser sind.

Eine Singlesession-Disc besteht sinnigerweise (und einfach genug) generell nur aus einer einzigen Session. Diese wird zusammen mit der Disc geschlossen, und ist das geschehen, kann kein Recorder mehr auf diesen Rohling schreiben, wieviel Megabyte man auch immer verbraucht hat – eventuell noch freier Platz geht also verloren. Bis zur Spezifikation der CD-Recordable war jede CD eine Singlesession-CD, weshalb Audio-CDs (die eben auf dem älteren Standard basieren) per se Singlesession-Scheiben sind. (Man kann zwar in Missachtung sämtlicher Standards durchaus nach der ersten Session die CD selber offen lassen und noch eine oder mehrere weitere Audiosessions auftragen, aber kein existierender Audio-CD-Player würde die hinter der ersten Session liegenden Musiktitel erkennen.)

Eine Multisession-Disc ist eine CD, die aus mehreren Sessions zusammengesetzt ist. Dabei gibt es zwei Wege, mit denen man eine solche Scheibe herstellen kann:

Linked Multisession. Dies ist die mit Abstand gebräuchlichste Variante. Hierbei werden alle Inhaltsverzeichnisse der verschiedenen Sessions untereinander verknüpft, so dass die fertige CD wie aus einem Guss erscheint.

Multivolume. Hierbei wird jede Session als eigenständige Partition auf den Rohling gebrannt, die keinerlei Verbindung zur vorherigen besitzt. Will man später trotzdem auf ältere Sessions zugreifen, kann man dies nur mit Hilfe bestimmter Treiber oder anderer Tools, die einem dabei unter die Arme greifen.



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