Weitere Varianten von CDs

VariantenDaten-CDs lassen sich – abhängig vom Brennprogramm – auch als bootfähige CDs herstellen (Boot-CD im El Torito Format). Beachten sollte man aber folgendes: Zum einen sind nicht alle Betriebssysteme ein sinnvolles Ziel für eine Boot-CD. Während DOS und Linux hervorragende Objekte sind, fällt Windows völlig unter dem Tisch, da dieses Betriebssystem die Angewohnheit besitzt, auf das Boot-Laufwerk schreiben zu wollen – was bei CDs nun einmal nicht besonders gut klappt. Zum anderen benötigt man die nötige Hardware, also ein BIOS, das es überhaupt erst erlaubt, von einem CD-ROM-Laufwerk zu booten und natürlich das dazugehörende CD-ROM. (Bietet weder das Rechner- noch das eventuell vorhandene SCSI-BIOS die Option, von einem EIDE-, beziehungsweise SCSI-CD-ROM zu booten, hat man schlechte Karten.)

Für den Fall, das der Eindruck entstanden ist, die El Torito-Spezifikation gelte auch für Linux, muss noch angefügt werden, das Linux bereits seit jeher in der Lage war, von CD zu booten. El Torito wurde einzig für DOS und Windows erdacht – auch wenn es unter Windows recht witzlos ist, wie gerade gehört.

Weiterhin gibt es noch die Picture-CD, ein von Kodak eingeführter Standard, um mehr Anwender dazu zu bewegen, seine/ihre Fotos auf CD entwickeln zu lassen – das heißt, im Grunde handelt es sich hier um keine neue Spezifikation, sondern hört sich nur so an. Im Grunde ist eine Picture-CD eine simple Datendisc, die man bei seinem Hausfotografen mit eigenen Fotos füllen lassen kann. Dazu gibt es dann einen einfachen Grafikviewer. Bis jetzt ist die Picture-CD nur in den Vereinigten Staaten zu bekommen. In deutschen Fotolabors wird nach wie vor nur Kodaks Photo-CD hergestellt.

Die VIP-Card ist eine multimediale Visitenkarte im Format ca. 80 x 55 mm. Und was hat das ganze mit CD-Recording zu tun? Nun, die Karte ist an den Seiten abgerundet und läßt sich mit jedem CD-Brenner, der kleine Rohlinge (sogenannte 21min bzw. Single-CDs) beschreiben kann, mit 12 bis 50 MByte Fotos, Texte, Musik, Videos oder was einem sonst so einfällt, füllen. Wenn Sie die Daten komprimieren, können Sie sogar bis zu 40 MByte mehr unterbringen, und wenn Sie es so richtig toll treiben wollen, lässt sich die rund 1.- EUR teure ‚Karte‘ sogar beschriften. Die VIP-Card wird als normale CD-ROM hergestellt und ist dementsprechend auch in jedem CD-ROM-Player abspielbar (natürlich nur insofern, als er Single-CDs akzeptiert). Als Einsatzmöglichkeiten außerhalb des privaten Blendverkehrs bieten sich Firmen-Marketing, Kataloge oder schlicht ein paar Beispiele des eigenen Könnens zwecks Bewerbungen an.

Eine Hybrid- oder auch Janus-CD ist eine Disc, die sowohl unter einer PC- (ISO 9660) als auch unter einer Mac-Umgebung (HFS) lauffähig ist (zumindest in der Regel, denn außer diesen PC-/Macintosh-Hybriden gibt es ebenso welche für andere Betriebssysteme – unter Umständen bis zu vier verschiedene). Die PC/Mac-Hybrid-CD enthält in der Regel zwei separate Partitionen, die in verschiedenen Sessions erstellt werden und die unabhängig von der jeweils anderen sind. Beide Partitionen enthalten den kompletten Datensatz für das jeweilige Betriebsystem, die strikt voneinander getrennt sind, so das weder die Macintosh-Rechner auf die ISO-Partition zugreifen können, noch die IBM-Kompatiblen auf die Mac-Daten. Sinnigerweise nennt man solche Hybriden dann auch Non-shared-Hybrids. Daneben gibt es noch die sogenannten Shared Hybrid-CDs mit einem gemeinsamen Datenset (beispielsweise Bildern) und zwei getrennten Datensätzen, die die jeweiligen betriebsystem-spezifischen Daten beherbergen und die nur von dem heimatlichen Betriebssystem erkannt werden können.

Da die beiden Formate CD-ROM Mode 2 Form1/2 und CD-ROM/XA Mode 1 in der Praxis keinerlei Bedeutung besitzen, sind viele Software- und Hardwarehersteller dazu übergegangen, CD-ROMs generell als Mode 1-Discs und CD-ROM/XAs generell als Mode 2-Discs zu bezeichnen.



Bitte beachten Sie:
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