DVD Kopierschutz

DVD CSS KopierschutzWas den Kopierschutz angeht, so haben die Firmen bei der DVD gleich gründlich zugeschlagen. Bis dato existieren fünf unterschiedliche Formen:

Analog Copy Protection System, APS (Macrovision)
APS ist ein analoger Kopierschutz von Macrovision. Die Filmindustrie konnte durchsetzen, dass selbst DVD-ROM-Laufwerke und Decoder- oder Grafikkarten mit Composite- oder S-Video-Ausgang dieses Verfahren unterstützen müssen. Nur einige ältere DVD-Player besitzen Macrovision noch nicht. Bei APS werden den auf der DVD abgespeicherten Bilddaten vom Player (oder der Decoderkarte) zusätzliche Signale beigemischt. Die Daten selber sind also bis auf wenige Bits im Header eines Sektors nahezu unverändert. Diese Zusatzsignale bringen die Synchronisation und die automatische Aufzeichnungsregelung der meisten Videorecorder durcheinanderbringen, sind beim Betrachten des Filmes auf dem Fernseher oder dem Monitor allerdings nicht zu bemerken – das gilt zumindest für die ältere Version.Die neuere das sogenannte Colorstripe führt allerdings bei vielen älteren Wiedergabegeräten zu einer Verschlechterung der Ausgabe. Aktiviert wird der Kopierschutz wie gesagt über einen Header im Sektor, so dass eine vollständige Kontrolle darüber erreicht werden kann, welche Teile der DVD kopiergeschützt sind und welche nicht. APS ist ein lizenzpflichtiges Verfahren, für das die Filmfirma einen Obulus ab Macrovosion abführen muss. Aus diesem Grund stolpert man sehr oft – vor allem bei älteren Filmen – über Videos die keinen analogen Kopierschutz besitzen.

Content Scrambling System (CSS)
CSS verhindert, dass man auf seinem Rechner die Videotracks einer DVD einfach so abgreifen, auf Festplatte speichern und vervielfältigen kann. Mittlerweile findet man kaum noch eine DVD, die nicht mit CSS vor unerlaubten Kopieranwandlungen geschützt ist. Im Gegensatz zu APS sind die Daten selber codiert, die Decodierung übernimmt der DVD-Videoplayer oder die Decoderkarte (beziehungsweise die CPU bei DVD-ROM-Laufwerken ohne Hardwareunterstützung) noch bevor das Bildsignal ausgegeben wird. Unterstützt die Decoderkarte, der DVD-Player oder das DVD-ROM-Laufwerk, beziehungsweise der Softwareplayer das CSS-Kopierschutzverfahren nicht, können die verschlüsselten Videos nicht wiedergegeben werden. Der Quellcode des Kopierschutzes ist allerdings seit Jahren frei im Internet verfügbar.

Digital Copy Protection System (DCPS)
Alle Digitalgeräte (seit Mitte 1999), die über den digitalen Ausgang eines DVD-Players versorgt werden, bekommen neuerdings zusätzlich zum Videosignal Informationen darüber, ob das Material frei kopiert, nur einmal, überhaupt nicht oder nur eine bestimmte Zahl mal vervielfältigt werden darf. Dazu wird die CGMS-Information genutzt. Der Trick dabei ist, dass die digitalen Geräte, die nur die Signale wiedergeben können
(wie etwa Fernseher), die ganze Signalfülle bekommen, digitale Geräte hingegen, die auch aufnehmen können, bekommen einzig den Anteil an Video-/Audioinformationen, der ihnen vom Produzenten der DVD zugestanden wird. Allerdings bedarf diese Art Kopierschutz sowohl Player als auch Wiedergabe-/Aufnahmegeräte, die mit diesen Signalen umgehen können. Den Daten auf der DVD selber sind nicht verschlüsselt,
der Kopierschutz arbeitet einzig hardwareseitig zwischen den verschiedenen Geräten.

Copy Generation Management System (CGMS)
Jede DVD besitzt präzise Informationen darüber, welcher Teil des Inhaltes kopierbar ist und wie oft bestimmte Teile kopiert werden dürfen. Dies soll auf neueren Geräten verhindern, dass von einem Original
mehrere Generationen an Kopien hergestellt werden können. Die CGMS-Information wird sowohl in das digitale als auch in das analoge Signal, welches den Player verlässt, eingefügt, benötigt aber Hardware, die darauf reagiert. Geräte ohne CGMS-Unterstützung bleiben von den Zusatzinformationen gänzlich unbeeindruckt, CGMS muß also von den Playern beziehungsweise der Decoder-/Videokarte unterstützt werden.

Wasserzeichen
Mit Wasserzeichen sollen zukünftige DVD-Inhalte davor bewahrt werden, unerlaubt kopiert zu werden. Hierbei wird jedes Video-Frame mit Zusatzinformationen versehen, die visuell nicht sichtbar sind, aber auf die – ähnlich wie bei DCPS – bestimmte, noch nicht im Handel befindliche Aufnahmehardware reagieren sollen.

MovieJack 1 Box
Und in eigener Sache: Das kopieren von geschützten Video-DVDs ist nicht erlaubt – allerdings erst seit einer Urheberrechtsgesetzesänderung im Jahr 2004. Bis dahin hatten wir mit MovieJack den wohl erfolgreichsten DVD Ripper auf dem Markt, der CSS knacken und Macrovision entfernen konnte. In ganz Europa hat MovieJack damals die Verkaufs-Charts dominiert, auch in den USA wurde die Software unter den Namen DVDCopyPlus 5 von der Firma 321Studios verkauft. 321Studios wurde letztendlich von Macrovision verklagt und ging in die Insolvenz, MovieJack wurde von der Musikindustrie verboten.



Bitte beachten Sie:
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