CO2-Bilanz verbessern trotz Konsum

Kreuzfahrten, Kohle, Kerosin: Es ist mittlerweile bekannt, dass es sich hierbei um drei der größten Emittenten von Treibhausgasen und CO2 unserer Zeit handelt. Hierbei erfolgt der größte Ausstoß an Kohlendioxid. Doch es gibt noch ein weiteres Wort, das mit „K“ beginnt und mindestens genau so schädlich ist für die Umwelt und unser Klima: Konsum. Vor allem der Konsum bei Mode und technischen Geräten ist hier an erster Stelle zu nennen. In diesem Blogbeitrag beschreiben wir Ihnen, warum gerade der Konsum von Kleidung und technischer Hardware sehr umweltschädlich ist und wie Sie Ihre CO2-Bilanz sowie Ihren ökologischen Fußabdruck trotz Konsum etwas verbessern können. Denn Klimaschutz betrifft uns alle.

Gekauft, aber nie getragen

Beginnen wir mit Kleidung. In unserer Wegwerfgesellschaft geben viele Menschen Geld für Kleidung aus, die sie nie oder nur selten tragen. In Deutschland bleibt im Schnitt jedes 5. Kleidungsstück ungetragen zu Hause im Schrank und wandert von dort direkt in den Müll. Das entspricht 20 Prozent.

  • Einsatz von Pestiziden für die Gewinnung des Rohstoffes Baumwolle
  • Massenproduktion und Herstellung von Kleidung mit giftigen Chemikalien
  • Import aus fernen Ländern wie Kambodscha, Indien, China und Bangladesch

All diese Faktoren sorgen dafür, dass die CO2 Bilanz der meisten Kleidungsstücke deutlich schlechter ausfällt als beispielsweise die der 10 Plastiktüten, die wir ja mittlerweile mehrmals wiederverwenden, anstatt sie gleich wegzuwerfen.

Traurige Statistik in Deutschland: Jedes 5. Kleidungsstück kommt ungetragen in den Müll

Spätestens alle 2 Jahre ein neues Smartphone

Auch bei technischer Hardware ist die CO2 Bilanz schlecht. So werden beispielsweise Smartphones, Fernseher, Computer oder Spielekonsolen immer häufiger ersetzt, obwohl die alten Geräte noch einwandfrei funktionieren.

Mal Hand aufs Herz:

  • Kaufen Sie sich immer erst dann ein neues Smartphone oder einen neuen PC wenn das alte Gerät unreparierbar und defekt ist?
  • Oder nutzen Sie die Argumente der Hersteller wie bessere Auflösung, mehr Speicherplatz und neue Feature um sich vielleicht doch vor dem Lebensende Ihres alten Smartphones / PCs ein neues Modell zu holen?

Mit Zweijahresverträgen und dem Versprechen auf das neueste Gerät befeuern Hersteller und Netzbetreiber schon seit Jahren diesen Trend. Was bleibt sind große Berge von Elektroschrott mit großen Mengen problematischen Mülls, der bislang gar nicht oder nur sehr schwer zu recyceln ist. Nicht von ungefähr landet der Großteil des giftigen Elektromülls in afrikanischen Ländern allen voran in Ghana. Zwischen 20 und 50 Millionen Tonnen pro Jahr schätzen die Vereinten Nationen landen alleine hier. Hier wird der „Wohlstandsschrott“ ausgeschlachtet und nach Rohstoffen wir Kupfer oder Gold durchsucht. Der Rest wird verbrannt. Dabei entsteht toxischer Qualm, der ohne Filter direkt in die Atmosphäre wandert.

Schlechte Bilanz auch bei Hardware - vor allem Smartphones und Handys

Klamottenmüll und Elektroschrott vermeiden, CO2-Bilanz verbessern: Das können Sie tun!

Die eigene CO2-Bilanz zu verbessern ist so einfach, wie die Umsetzung schwer ist: Wir müssen weniger konsumieren!

Da weniger Konsumieren vielen extrem schwerfällt, hier ein paar Möglichkeiten ohne größere Einschränkungen unseren CO2-Ausstoß und unsere CO2-Emmissionen trotz Konsums etwas aufzubessern.

Beginnen wir wieder bei Kleidung

  • Nur kaufen was man wirklich benötigt – klingt einfacher als es ist.
  • Gebraucht kaufen. Sehr häufig findet man neuwertige, teils ungetragene Kleidung bei eBay oder in den Kleinanzeigen. Und das auch noch deutlich günstiger.
  • Faire Mode kaufen: So sind es vor allem die kleineren Läden, die umweltschonender produzieren.
  • Änderungsschneidereien aufsuchen – das ist allemal besser als Kleidung, die nicht mehr passt, wegzuwerfen.

Und bei technischen Geräten und Hardware

  • So lange das alte Gerät noch voll funktionsfähig ist, dem Zwang widerstehen, alle ein bis zwei Jahre ein neues Modell von irgendetwas haben zu müssen – klingt einfacher als es für manche ist.
  • Gebraucht kaufen und alte Geräte verkaufen – denken Sie hier aber daran vorher die vorhandenen Daten mittels Datenshredder unwiederbringlich zu löschen.
  • Richtig entsorgen. Batterien und Elektromüll gehören nicht in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof. Auch Elektrohändler müssen Ihre alten Geräte zurücknehmen, ohne dass Sie etwas Neues dafür kaufen müssen.
  • Software-Update statt Hardware-Austausch: Nicht immer ist es notwendig für die neuesten Features ein neues Gerät zu kaufen – manchmal genügt es auch, die Firmware oder die Treiber des Geräts entsprechend zu aktualisieren.
  • Und unser Tipp für alte, in die Jahre gekommene PCs und Laptops: Mittels Tuning-Tools wie AVG PC TuneUp optimieren und reinigen Sie Ihren alten Rechner und machen diesen wieder wie neu. Die deutlich preiswertere und umweltfreundlichere Variante zu einem neuen PC.

Weitere Tipps mit denen Sie die eigene CO2-Bilanz verbessern können

Natürlich sind der überflüssige Konsum von IT und Klamotten nur zwei von vielen Hebeln, an denen man ansetzen kann, um die CO2 Emissionen zu reduzieren. Anbei noch eine kurze Zusammenstellung bekannter und vielleicht weniger bekannter Tipps, um Ihren CO2 Ausstoß zu reduzieren. Diese Tipps sparen zwar keine Tonnen – aber einige Gramm bzw. Kilogramm CO2 können Sie damit übers Jahr verteilt sicherlich einsparen:

  • Nutzen Sie Öko-Strom bzw. Strom aus regenerativen Energie-Quellen oder versuchen Sie weniger Strom / Energie zu verbrauchen.
  • Lassen Sie sich von Banken, Versicherungen, Arbeitgeber etc. wichtige Dokumente per Mail schicken, nicht per Post an Ihre Adresse.
  • Suchanfragen über Google und Co. verbrauchen viel Energie. Wenn Sie eine Seite im Netz kennen, geben Sie die URL direkt im Browser ein.
  • Setzen Sie auf nachhaltige Produkte.
  • Überwinden Sie Ihren persönlichen Schweinehund und verzichten Sie öfters mal auf Ihr Auto. Die Nutzung von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln sind gute Alternativen.
  • Lokal angebaute Lebensmittel haben einen geringeren CO2 Fußabdruck wie Obst und Gemüse aus Übersee.
  • Die optimale Raumtemperatur im Schlafzimmer liegt zwischen 16 und 18 Grad. Das schaffen Sie auch im Winter in der Regel, ohne die Heizung voll aufdrehen zu müssen.
  • Versuchen Sie in Ihrem Haushalt möglichst die Menge an Abfall zu reduzieren.
  • Duschen spart Wasser