Identity Inspector prüft regelmäßig, ob Ihre E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Firmen-Domains in bekannten Datenlecks auftauchen — und meldet sich, wenn er etwas findet.
Erste Schritte
Konto anlegen
- Öffnen Sie Identity Inspector und wählen Sie Konto erstellen.
- Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und ein Passwort mit mindestens 8 Zeichen ein.
- Wir senden Ihnen eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Der Link ist 24 Stunden gültig.
- Nach dem Klick auf den Link können Sie sich anmelden.
Keine E-Mail erhalten? Sehen Sie im Spam-Ordner nach. Kommt trotzdem nichts an, hat die Adresse möglicherweise schon ein Konto — versuchen Sie in diesem Fall Passwort vergessen.
Wo läuft Identity Inspector?
Auf Windows und macOS als Programm. Ihre Daten liegen in Ihrem Konto, Sie können sich also auf mehreren Geräten anmelden.
Identitäten hinzufügen
Unter Schutz legen Sie fest, was überwacht werden soll. Drei Arten sind möglich:
E-Mail-Adresse
Adresse eingeben, auf Hinzufügen klicken. Sie erhalten an diese Adresse eine Bestätigungs-E-Mail. Erst nach der Bestätigung beginnt die Überwachung — so ist sichergestellt, dass niemand fremde Adressen eintragen kann.
Telefonnummer
Ab der Premium-Edition. Sie erhalten eine SMS mit einem sechsstelligen Code. Die Nummer wird erst nach Bestätigung des Codes überwacht.
Der Code ist zehn Minuten gültig. Pro Nummer sind zehn Anforderungen möglich, pro Konto zwanzig am Tag.
Firmen-Domain
Ab der Business-Edition. Damit überwachen wir alle E-Mail-Adressen einer Domain auf einmal — also zum Beispiel jedes Postfach Ihres Unternehmens.
Weil das weit reicht, müssen Sie einmal nachweisen, dass die Domain Ihnen gehört. Dazu legen Sie bei Ihrem DNS-Anbieter einen TXT-Eintrag an, den Identity Inspector Ihnen anzeigt. Die Verbreitung im DNS dauert üblicherweise fünf bis zehn Minuten; danach prüfen wir automatisch.
Domains von Freemail-Anbietern (gmail.com, web.de und ähnliche) lassen sich nicht als Domain überwachen — dort können Sie nur einzelne Adressen eintragen.
Treffer verstehen
Unter Treffer sehen Sie, wo eine Ihrer Identitäten in einem bekannten Datenleck aufgetaucht ist. Zu jedem Treffer finden Sie, was passiert ist, welche Datenarten betroffen sind und was zu tun ist.
Die Schweregrade
| Kritisch | Zahlungsdaten, Ausweisdaten oder ähnlich sensible Angaben sind betroffen. Hier sollten Sie sofort handeln. |
| Hoch | Passwörter oder Passwort-Hashes sind betroffen. |
| Mittel | Personenbezogene Angaben wie Name, Anschrift oder Geburtsdatum. |
| Niedrig | Im Wesentlichen die E-Mail-Adresse selbst. |
Was Sie bei einem Treffer tun sollten
- Ändern Sie das Passwort beim betroffenen Anbieter — sofort.
- Aktivieren Sie dort die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wenn möglich.
- Haben Sie dasselbe Passwort noch woanders verwendet? Dann ändern Sie es auch dort. Das ist der häufigste Weg, auf dem aus einem Leck ein zweiter Schaden wird.
„Als erledigt markieren“
Wenn Sie einen Treffer bearbeitet haben, markieren Sie ihn als erledigt. Er verschwindet dann aus der aktiven Liste, bleibt aber unter Erledigt nachlesbar.
Warum manche Beschreibungen englisch sind
Die Angaben zu den Datenlecks stammen vom Dienst Have I Been Pwned und liegen dort auf Englisch vor. Wir übersetzen sie maschinell; wo das geschehen ist, steht ein entsprechender Hinweis unter dem Text. Ist für Ihre Sprache noch keine Übersetzung vorhanden, sehen Sie das englische Original.
Betrugs-Check
Der Betrugs-Check untersucht verdächtige E-Mails, Nachrichten und Links auf typische Merkmale von Betrugsversuchen. Ab der Premium-Edition, nur am Computer.
Beim ersten Mal: das KI-Modell
Die Auswertung läuft vollständig auf Ihrem Gerät. Dafür wird einmalig ein Modell von etwa 2 GB heruntergeladen. Danach funktioniert der Betrugs-Check auch ohne Internetverbindung.
Nach jedem Programmstart wird das Modell einmal in den Arbeitsspeicher geladen — das dauert ein paar Sekunden und ist kein erneuter Download.
Was Sie einfügen können
- E-Mail — am besten den kompletten Text samt Absender und Betreff.
- Nachricht — SMS, WhatsApp oder andere Messenger.
- Link — nur die Adresse. Der Link wird nicht geöffnet, sondern nur untersucht.
Bitte beachten: Der Betrugs-Check gibt eine Einschätzung, keinen Beweis. Bei Zweifeln prüfen Sie über einen zweiten, Ihnen bekannten Weg nach — rufen Sie zum Beispiel bei der angeblichen Absenderin unter der Nummer an, die Sie selbst kennen, nicht unter der aus der Nachricht.
Warum nur am Computer: Das Modell braucht Arbeitsspeicher und Rechenleistung, die auf Smartphones und im Browser nicht zur Verfügung stehen.
Passwort-Werkzeuge
Unter Einstellungen finden Sie drei Werkzeuge.
Passwort prüfen
Prüft ein einzelnes Passwort gegen eine Sammlung von über 850 Millionen Passwörtern aus bekannten Datenlecks.
Ihr Passwort verlässt dabei niemals Ihr Gerät. Wir berechnen lokal einen SHA-1-Hash und übertragen nur dessen erste fünf Zeichen. Der Dienst antwortet mit allen passenden Einträgen, und der Abgleich findet wieder bei Ihnen statt. Man nennt das k-Anonymität.
Passwörter überwachen
Statt einmalig zu prüfen, können Sie Passwörter dauerhaft überwachen lassen. Gespeichert wird ausschließlich der Hash, nie das Passwort selbst. Taucht eines in einem neuen Leck auf, melden wir uns.
Sicheres Passwort erzeugen
Wahlweise eine zufällige Zeichenfolge oder eine merkbare Wortfolge. Bei der Zeichenfolge können Sie verwechselbare Zeichen (0, O, 1, l, I) ausschließen — hilfreich, wenn Sie das Passwort abschreiben müssen.
Mitglieder
Ab der Premium-Edition können Sie weitere Personen mit überwachen — etwa Familienangehörige. Jede Person ist ein Mitglied mit eigenen E-Mail-Adressen und Nummern. Alle Treffer laufen in Ihrer Übersicht zusammen.
| Free / Standard | nur der Konto-Inhaber |
| Premium-Edition | bis zu 5 Mitglieder |
| Business-Edition | unbegrenzt |
Der Name eines Mitglieds wird nur lokal verwendet — eine echte E-Mail-Adresse ist dafür nicht nötig.
Editionen und Lizenz
Identity Inspector ist als Einmal-Kauf mit jährlicher Erneuerung erhältlich. Kein Abonnement.
Lizenz-Schlüssel eingeben
- Einstellungen → Lizenz öffnen.
- Lizenz-Schlüssel aus Ihrer Bestellbestätigung eintragen. Die Formatierung geschieht beim Tippen von selbst.
- Auf Jetzt aktivieren klicken.
Ihre Lizenz gilt für eine begrenzte Zahl von Geräten. Ist das Maximum erreicht, können Sie in Ihrem Engelmann-Kundenkonto ein Gerät freigeben.
Datenschutz
Identity Inspector ist ein Produkt der Engelmann Software GmbH aus Dortmund. Entwicklung und Betrieb finden in Deutschland statt.
Wie wir mit Ihren Daten umgehen
- Ihre E-Mail-Adressen und Nummern werden verschlüsselt gespeichert. Für die Suche verwenden wir Hashes, keine Klartextdaten.
- Passwörter werden ausschließlich als Hash abgelegt.
- Die Auswertung im Betrugs-Check läuft vollständig auf Ihrem Gerät. Es wird nichts an einen Server gesendet.
Nutzungsstatistik
Anonyme Statistiken sind standardmäßig abgeschaltet. Wenn Sie sie einschalten, erfahren wir, welche Funktionen genutzt werden und ob die Software stabil läuft — keine E-Mail-Adressen, keine Lizenz-Schlüssel, keine Inhalte. Umschaltbar jederzeit unter Einstellungen → Datenschutz.
Ihre Daten exportieren
Unter Einstellungen → Datenschutz → Meine Daten exportieren erhalten Sie alle zu Ihrem Konto gespeicherten Daten als JSON-Datei (Art. 15 DSGVO).
Konto verwalten
Sprache umstellen
Einstellungen → Sprache. Identity Inspector spricht Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Türkisch, Tschechisch und Russisch.
Passwort ändern
Melden Sie sich ab und wählen Sie auf der Anmeldeseite Passwort vergessen. Sie erhalten einen Link per E-Mail.
Konto löschen
Einstellungen → Konto verwalten → Konto löschen. Zur Sicherheit müssen Sie Ihr Passwort eingeben.
Die Löschung erfolgt nicht sofort: Ihr Konto wird nach 30 Tagen endgültig entfernt. Innerhalb dieser Frist können Sie den Vorgang jederzeit widerrufen — den Link dazu finden Sie in der Bestätigungs-E-Mail. Danach sind die Daten unwiederbringlich gelöscht.
Wenn etwas nicht funktioniert
Ich bin immer wieder abgemeldet
Bitte aktualisieren Sie auf die neueste Version (Einstellungen → Nach Update suchen).
Der Bestätigungscode kommt nicht an
Bei E-Mail: Spam-Ordner prüfen. Bei SMS: Nummer im internationalen Format eintragen (+49 …). Warten Sie eine Minute, bevor Sie einen neuen Code anfordern — vorher lehnt der Dienst die Anfrage ab.
Meine Domain lässt sich nicht prüfen
Zwei Ursachen sind möglich: Der TXT-Eintrag ist noch nicht im DNS verbreitet (fünf bis zehn Minuten abwarten), oder die Domain ist bei unserem Datenpartner noch nicht freigeschaltet. Im zweiten Fall zeigt Identity Inspector einen entsprechenden Hinweis. Das ist ausdrücklich keine Entwarnung — es bedeutet nur, dass wir gerade nicht prüfen können.
Protokolldatei für den Support
Einstellungen → App → Logdatei anzeigen. Damit öffnet sich der Ordner mit der Datei. Hängen Sie sie einer Support-Anfrage bei, wenn wir Sie darum bitten.
Support
Kommen Sie nicht weiter, erreichen Sie uns über engelmann.com/pages/support.
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HRB 15207 · Geschäftsführer Pit Engelmann
